Kettler-Insolvenz: Stiftung verteidigt sich

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Kettler-Insolvenz: Stiftung verteidigt sich

  • Verhandlungen mit Investor geplatzt
  • Kettler-Stiftung zweifelt an Seriosität
  • Mit Insolvenzantrag Druck auf Stiftung

Die Kettler-Stiftung hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, sie habe den Freizeitartikelhersteller aus Ense fallen gelassen. Das Unternehmen hat am Mittwoch (18.07.2018) Insolvenz angemeldet.

Die Kettler-Stiftung teilte mit, es habe nicht an ihr gelegen, dass die Verhandlungen mit dem Investor Altera Capital geplatzt sind. Die Finanzholding in Luxemburg und Zypern hat demnach von der Stiftung 17 Millionen Euro und die Rechte an der Marke Kettler verlangt - Gesamtwert: 40 Millionen Euro.

Aus dem Verhandlungspapier sei andererseits nicht hervorgegangen, wie viel der Investor selbst beitragen will. Die Stiftung betrachte das Angebot deshalb als fragwürdig. Der Betriebsrat bedauert die Entscheidung der Stiftung. Alle übrigen Beteiligten seien einig gewesen, dass das Konzept des Investors stimmig sei.

720 Mitarbeiter betroffen


Mit dem Insolvenzantrag in Eigenverantwortung macht der Kettler-Geschäftsführer jetzt der Stiftung Druck, den Plänen des Investors doch noch zuzustimmen. Wenn es zur Schließung käme, wären 720 Mitarbeiter betroffen.

Stand: 19.07.2018, 07:07

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