Kaufhof-Chef fordert Lohnverzicht

Die Solinger Kaufhof-Filiale von außen mit Schriftzug

Kaufhof-Chef fordert Lohnverzicht

  • Kaufhof will Einschnitte bei Personalkosten
  • Harte Sanierungstarifverhandlungen mit Verdi
  • Warenhauskette in den roten Zahlen

Zur Diskussion um den Lohnverzicht bei Kaufhof

Kaufhof-Chef Roland Neuwald hat vor dem Beginn der Sanierungs-Tarifverhandlungen mit Verdi am Freitag seine Forderung nach Einschnitten bei den Gehältern der rund 18.000 Beschäftigen bekräftigt. Die wirtschaftliche Lage lasse dem Unternehmen keine andere Wahl, die Personalkosten müssten sinken, sagte Neuwald der "Wirtschaftswoche" am Donnerstag (17.05.2018).

Einsparungen in Millionenhöhe

Die Verhandlungen zwischen der Kaufhof-Führung und Verdi sollen am Freitagmittag (18.05.2018) in Frankfurt beginnen. Neuwald hatte bereits im April deutlich gemacht, dass er bei den Personalkosten "pro Jahr Einsparungen im höheren zweistelligen Millionenbereich" für notwendig hält. Denkbar seien Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld und das Aussetzen von Tariferhöhungen.

WDR 5 Profit - aktuell | 13.04.2018 | 02:52 Min.

Dem Warenhauskonzern Kaufhof geht es schlecht. Die Führung der Kaufhauskette drängt deshalb auf Lohnzugeständnisse der Beschäftigten. Die Gewerkschaft ver.di hat am 13.4. darüber beraten. Autor: Marco Müller

Stärkung des Online-Geschäfts

Kaufhof kämpft zurzeit mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Neuwald will eine Trendwende bis 2020 schaffen. Das Sanierungsprogramm "Turn2Win" sieht neben Einsparungen unter anderem eine Stärkung des Online-Geschäfts und den Ausbau der Zusammenarbeit mit externen Partnern vor.

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Stand: 18.05.2018, 10:48

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

  • Isabel S. 18.05.2018, 11:23 Uhr

    Hallo. also ich finde das mega gemein von Kaufhof. klar, haben die nicht viel Geld, aber Weihnachtsgeld ist voll wichtig!!