Offene Fragen nach Betriebsversammlungen bei Karstadt

Offene Fragen nach Betriebsversammlungen bei Karstadt

  • Karstadt-Betriebsversammlungen in mehreren NRW-Städten
  • Viele Fragen blieben offen
  • Standorte und Arbeitsplätze sollen gesichert werden

Für die Karstadt-Mitarbeiter hat es am Dienstag (13.11.2018) Betriebsversammlungen zur Fusion mit Kaufhof gegeben. Dabei blieben nach Angaben von Teilnehmern viele Fragen offen - etwa, wie viele Stellen möglicherweise abgebaut werden. Auch der künftige Hauptsitz des fusionierten Karstadt-Kaufhof-Konzerns steht noch nicht fest.

Bedrückte Stimmung in der Belegschaft

Größere Versammlungen gab es in Essen, Düsseldorf und Dortmund. Karstadt-Betriebsrat Gerhard Löbke sprach gegenüber dem WDR von einer bedrückten Stimmung in der Belegschaft.

Karstadt sitzt im Moment in Essen, Kaufhof in Köln. Arno Leder, der Betriebsratsvorsitzende der Essener Karstadt-Hauptverwaltung, warb dafür, dass der Hauptsitz des neuen Warenhauskonzern in Essen angesiedelt wird. Er begründete dies mit den vergleichsweise günstigen Mieten im Ruhrgebiet.

2.000 bis 3.000 Jobs könnten durch Fusion wegfallen

Laut Experten könnten durch die Fusion 2.000 bis 3.000 der europaweit insgesamt rund 32.000 Arbeitsplätze an 243 Standorten wegfallen. Karstadt betreibt in NRW derzeit 15 Warenhäuser, Galeria Kaufhof mit 29 fast doppelt so viele.

Das geplante gemeinsame Unternehmen soll etwa 180 Filialen in Deutschland haben, außerdem noch Warenhäuser und Outlets in den Niederlanden und Belgien.

Gewerkschaften wollen eingebunden werden

Jürgen Ettl, Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender bei Karstadt, hatte im Vorfeld der Versammlungen betont, dass für ihn Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die Anwendung der Tarifverträge hohe Priorität habe: "Wir erwarten volle Transparenz und frühzeitige Einbindung in alle Planungen und Entscheidungen."

Stand: 13.11.2018, 16:13

Aktuelle TV-Sendungen