73.000 Streikende in NRW vor Metall-Tarifrunde

Teilnehmer einer Kundgebung der Gewerkschaft IG Metall demonstrieren im Januar 2018 während eines Warnstreiks für mehr Lohn.

73.000 Streikende in NRW vor Metall-Tarifrunde

  • IG Metall stellt weitere Aktionen in Aussicht
  • Gewerkschaft fordert "deutliche Bewegung"
  • Arbeitgeber lehnen Forderungen der IGM ab

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben nach Gewerkschaftsangaben vom Freitag (12.01.2018) mehr als 73.000 Beschäftigte in NRW in der ersten Warnstreikwoche vorübergehend die Arbeit niedergelegt.

IGM stellt weitere Aktionen in Aussicht

Vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde am Donnerstag (18.01.2018) stellte die IG Metall weitere Aktionen in der kommenden Woche in Aussicht. Sollten sich die Arbeitgeber bei den bevorstehenden Gesprächen nicht "deutlich bewegen", könne die IG Metall zudem bereits Ende Januar zu 24-stündigen Warnstreiks aufrufen, kündigte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler, an.

Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit 3,9 Millionen Metaller sechs Prozent mehr Geld und die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen dafür einen Teillohnausgleich erhalten.

Faktencheck: Metall-Tarifstreit

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 11.01.2018 | 03:37 Min.

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Arbeitgeber bieten zwei Prozent plus Einmalzahlung

Die Arbeitgeber halten das für rechtswidrig, weil es in ihren Augen all jene Beschäftigten diskriminieren würde, die schon in Teilzeit arbeiten und keinen Ausgleich bekommen. Sie bieten zwei Prozent mehr Lohn plus eine Einmalzahlung und verlangen ihrerseits, die Arbeitszeitregeln nach oben öffnen zu können.

Stand: 12.01.2018, 15:33