RWE will Wachstumsmotor für Energiewelt sein

Hauptversammlung RWE WDR aktuell 03.05.2019 00:51 Min. Verfügbar bis 03.05.2020 WDR

RWE will Wachstumsmotor für Energiewelt sein

  • Energiekonzern will Ökostromgeschäft ausbauen
  • Mit Wind- und Solarenergie will RWE wachsen
  • Hunderte Schüler demonstrieren vor Grugahalle

Bei der Hauptversammlung von RWE in der Essener Grugahalle legt Manager Rolf Martin Schmitz am Freitag (03.05.2019) vor den Aktionären Rechenschaft für das vergangene Geschäftsjahr ab. Thema ist vor allem der Umbau des Kohlekonzerns zum Ökostromerzeuger.

Begleitet wird das Aktionärstreffen von Schülerprotesten der Fridays for Future-Bewegung. Sie kritisieren den Konzern vor allem wegen seiner Braunkohlekraftwerke und dem Ausbaggern der Tagebaue im Rheinischen Revier. Auch der Hambacher Forst und die Umsiedlungen von Dörfern im Braunkohlerevier sind ihnen ein Anliegen.

RWE will erneuerbare Energien stark ausbauen

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz warb am Freitagmorgen vor allem für den geplanten Umbau des Versorgers zum Ökostromunternehmen. "Sauberen und sicheren Strom zu erzeugen – dieses Ziel treibt uns an", sagte der Manager. "Wir wollen der Wachstumsmotor für die Energiewelt von morgen sein."

Dazu hat der Konzern ein milliardenschweres Tauschgeschäft mit dem Konkurrenten E.On in die Wege geleitet. RWE würde damit nach eigenen Angaben zum drittgrößten Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien aufsteigen. Wenn alles glatt läuft, soll der Deal bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Auch der Kohleausstieg spielt auf der Hauptversammlung eine Rolle. Der Vorschlag der Kohlekommission sieht vor, dass Deutschland spätestens bis 2038 aus der Kohleverstromung aussteigt. Schon in den nächsten Jahren sollen voraussichtlich viele Kohlekraftwerke vom Netz gehen.

RWE will Milliarden für Kohleausstieg

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RWE geht davon aus, dass ein Großteil der Abschaltungen das Rheinische Revier und damit RWE trifft. Der Konzern rechnet schon bis 2023 mit einem signifikanten Stellenabbau und fordert für die vorzeitige Abschaltung von Kohlekraftwerken Entschädigung: 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro pro Gigawatt, das an Leistung in Braunkohlekraftwerken vom Netz geht.

Hambacher Forst noch ungeklärt

Wie es mit dem umkämpften Hambacher Forst weiter geht, ist offen. Umweltschützer haben in einem Eilantrag vorerst dessen Rodung verhindert. Die Kohlekommission hält den Verzicht für wünschenswert. Der RWE-Chef hatte angekündigt, den Verzicht auf die Rodung zu prüfen. Klar ist: Auch das dürfte teuer werden.

Einen Stopp der Umsiedlungen am Braunkohletagebau Garzweiler lehnte Rolf Martin Schmitz dagegen entschieden ab. Der Konzern müsse die Umsiedlungen "aus sozialen und energiewirtschaftlichen Gründen planmäßig und vollständig abgeschlossen werden", so Schmitz.

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