Umsatz, Beschäftigte, Ausbildung: Daten zum Handwerk

Stastik zu Beschäftigten im Handwerk

Umsatz, Beschäftigte, Ausbildung: Daten zum Handwerk

  • Insgesamt 360.000 Azubis in Handwerksberufen
  • Positive Entwicklung bei Umsatz und Beschäftigung
  • Fachkräftemangel begrenzt das Wachstum

Bundesweit gibt es gut eine Million Betriebe, die in die Handwerksrollen und das Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe eingetragen sind. Die aktuellen Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) weisen für 2018 in NRW 1,15 Millionen Beschäftigte in 190.294 Betrieben aus. Dort werden knapp 80.000 Menschen ausgebildet.

Ausbildungsberufe: Kraftfahrzeugmechatroniker an der Spitze

Bundesweit sind es rund 5,53 Millionen Beschäftige und mehr als 360.000 Auszubildende aus. Mehr als 60.000 Auszubildende gab es 2018 allein für den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers.

Bei den männlichen Azubis liegen der Kfz-Mechatroniker, der Elektroniker und der Anlagenmechaniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik in der Gunst ganz vorne. Die meisten weiblichen Auszubildenden wählen den Beruf der Friseurin, der Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk und der Kauffrau für Büromanagement.

Positivbeispiel: Zweiradmechatroniker - hier gibt es aufgrund der Entwicklung zu mehr Radfahrern und mehr E-Bikes einen kleinen Boom, der sich an den Azubi-Zahlen ablesen lässt.

Alte Berufe als Exoten

Es gibt aber auch Handwerke, in denen die Zahlen deutlich niedriger liegen. Für die Serie "Altes Handwerk - vor dem Aus?" hat der WDR fünf Berufe unter die Lupe genommen.

Deren bundesweite Kennzahlen zeigen, dass es hier deutlich weniger Betriebe und auch Auszubildende gibt. Teilweise wird sogar überhaupt nicht mehr ausgebildet.

Wie ist die Lage in Nordrhein-Westfalen?

"Dem Handwerk in NRW geht es hervorragend", fasst Hans Jörg Hennecke, Geschäftsführer der Düsseldorfer Handwerkskammer die Situation im WDR-Interview zusammen.

Grundsätzlich ist die Lage in NRW mit der bundesweiten Situation vergleichbar. Die Beschäftigtenzahl geht auch hier nach einer längeren Phase des Stellenabbaus und der Stagnation wieder nach oben.

Noch deutlicher wird die positive Grundstimmung im Handwerk beim Blick auf die Umsatzentwicklung.

Fachkräftemängel bleibt ein Problem

Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch bundesweit ist der Mangel an Fachkräften der limitierende Faktor für ein weiteres Wachstum. Mit Ausbildungs- und Imagekampagnen versuchen die Handwerksorganisationen dagegen anzukämpfen. Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass allmählich Besserung eintritt.

Und die Aussichten? Die alljährliche Konjunkturumfrage der NRW-Handwerkskammern bei ihren Mitgliedern zeichnet ein vorsichtig optimistisches Bild. Mehr als die Hälfte der Betriebe bewertet die allgemeine Geschäftslage als "gut".

Stand: 07.08.2019, 00:00

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