Tönnies: Die nächste Schlacht im Schlachtbetrieb

Unternehmer Clemens Tönnies

Tönnies: Die nächste Schlacht im Schlachtbetrieb

  • Robert Tönnies wirft seinem Onkel Täuschung vor
  • China-Investitionen entzweien die Familie
  • Streit schwelt schon seit Jahren

Der Familienstreit beim Schlachtbetrieb Tönnies aus Ostwestfalen geht weiter. Das Unternehmen teilte am Freitag (27.09.2019) mit, dass rund 500 Millionen Euro in einen neuen Schlacht- und Zerlegebetrieb für Schweine in China investiert werden sollen. Jetzt macht Robert Tönnies seinem Onkel Clemens schwere Vorwürfe.

Robert Tönnies hält Clemens Tönnies Größenwahn vor

Onkel und Neffe halten beide 50 Prozent an dem Familienunternehmen in Rheda-Wiedenbrück. Robert Tönnies wirft seinem 63-jährigen Onkel Täuschung vor: Er sei zwar über die neue Investition informiert gewesen, die Geldsumme sei aber viel höher als abgesprochen.

Bei einer so großen Investition sei seine Zustimmung notwendig. Robert Tönnies befürchtet in einer schriftlichen Stellungnahme, "dass Clemens an Größenwahn erkrankt sein könnte".

Schlachtbetrieb in China für sieben Millionen Schweine

Tönnies plant die Errichtung des neuen Schlachtbetriebs gemeinsam mit der chinesischen Dekon Group in der Provinz Sichuan. In dem Betrieb wollen sie zunächst zwei Millionen Schweine im Jahr, später sieben Millionen Schweine im Jahr schlachten. Ab 2020 soll gebaut werden.

Clemens und Robert Tönnies haben sich über Jahre vor mehreren Gerichten über die Führung des Schlachtbetriebs gestritten. Robert ist der Sohn und Erbe des gestorbenen Gründers Bernd Tönnies.

Stand: 27.09.2019, 17:38

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