Innogy-Deal: Eon sieht sich nicht zum Monopolisten werden

Innogy-Deal: Eon sieht sich nicht zum Monopolisten werden

  • Eon sieht sich nicht als Monopolist
  • Versorger rechnet weiter mit Wettbewerb
  • Unternehmen geht nicht von Preissteigerungen aus

Der Versorger Eon hat Vorwürfe zurückgewiesen, durch die geplante Übernahme von Innogy bekomme er eine marktbeherrschende Stellung beim Stromverkauf in Deutschland. "Es gibt heute hohen Wettbewerb, es wird weiter hohen Wettbewerb geben", sagte Eon-Vorstandsmitglied Wildberger am Dienstag (05.02.2019) in Essen.

Im vergangenen Jahr hatten sich Marktbeobachter ähnlich geäußert. "Die Alternativen und der Wettbewerb sind groß genug", sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding. Jedoch mahnt der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, mit Blick auf die Preise auch eine genaue Prüfung der Aufteilung an.

Eon und der bisherige Konkurrent RWE wollen die RWE-Tochter Innogy unter sich aufteilen. Im Zuge des Deals soll Eon die Netze und das Endkundengeschäft von Innogy erhalten. Das Geschäft wird derzeit von der EU-Kommission geprüft.

Bundeskartellamt kontrolliert Teilaspekt des Deals

Das Bundeskartellamt kontrolliert einen Teilaspekt des Deals, die geplante Beteiligung von RWE in Höhe von 16,7 Prozent an Eon. Die deutschen Wettbewerbshüter stünden im engen Kontakt mit der EU-Kommission, sagte ein Sprecher der Bonner Behörde. Eon geht davon aus, die Innogy-Übernahme ab Mitte des Jahres umsetzen zu können.

Eon werde nach der geplanten Innogy-Übernahme etwa 20 Prozent des Stroms in Deutschland verkaufen, sagte ein Unternehmenssprecher. Eon-Chef Johannes Teyssen hatte direkt nach der Ankündigung des Deals im März vergangenen Jahres versichert: "Durch diese Transaktion werden die Preise nicht steigen."

Stand: 05.02.2019, 16:32

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