Übernahmepläne: Essener Innogy-Konzern hält sich bedeckt

Übernahmepläne: Essener Innogy-Konzern hält sich bedeckt

  • Innogy äußert sich nicht zu Übernahmeplänen
  • Aktionäre sollen unveränderte Dividende erhalten
  • Nettoergebnis wurde mit 778 Millionen Euro nahezu halbiert

Der vor der Zerschlagung stehende Energiekonzern Innogy hält an seinem Investitionskurs fest und will den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Zu den Übernahmeplänen von RWE und Eon äußert sich der Konzern noch nicht.

RWE und Eon hatten am Sonntag (11.03.2018) mitgeteilt, dass sie die Geschäftsfelder von Innogy unter sich aufteilen wollen. Zu den Plänen des Großaktionärs RWE und des Konkurrenten Eons hält sich Innogy noch bedeckt. Man werde dazu "zu gegebener Zeit Stellung nehmen", teilte Vorstandschef Uwe Tigges am Montag (12.03.2018) bei der Vorlage der Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr mit.

Eon will Innogy zunächst komplett übernehmen

Eon will in einem ersten Schritt Innogy komplett übernehmen und im Gegenzug den Konkurrenten RWE am eigenen Unternehmen beteiligen. Eon würde das Netzgeschäft und dem Stromvertrieb von Innogy erhalten, während die erneuerbaren Energien unter dem Dach von RWE vereint werden sollen. Das erst zwei Jahre alte Unternehmen Innogy würde damit zerschlagen.

Nettoergebnis nahezu halbiert

Für 2017 erreichte Innogy seine im Dezember gesenkte Prognose. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um drei Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Dazu trug das Netzgeschäft mit 1,9 Milliarden Euro den Löwenanteil bei. Das Nettoergebnis wurde mit 778 Millionen Euro nahezu halbiert.

Seinen Aktionären will Innogy für das vergangene Geschäftsjahr eine unveränderte Dividende zahlen. Vorgeschlagen werde eine Ausschüttung von 1,60 Euro je Aktie.

Stand: 12.03.2018, 07:39

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