Brexit schadet NRW-Arbeitsmarkt

Brexit schadet NRW-Arbeitsmarkt

  • Brexit gefährdet NRW-Arbeitsmarkt
  • 90.000 Stellen betroffen
  • Prozess startet wohl im Januar

Rund 90.000 Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen sind von Exporten nach Großbritannien abhängig. Bundesweit sind sogar 460.000 Stellen damit verbunden. Das geht aus einer am Dienstag (07.01.2019) veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Forscher rechnen nicht mit massiven Auswirkungen

Großbritannien will Ende Januar aus der EU austreten. "Die Auswirkungen auf die Beschäftigung dürften sich jedoch in engen Grenzen halten", betonte IAB-Forschungsbereichsleiter Enzo Weber. Der Brexit reduziere die Exporte nicht auf null und könne auch neue Handelschancen für deutsche Betriebe ermöglichen.

Brexit, Trump und Klimakrise: Was kommt 2020? internationaler frühschoppen 22.12.2019 59:53 Min. Verfügbar bis 22.12.2020 Phoenix

Deutschland exportierte 2018 Waren und Dienstleistungen für 109 Milliarden Euro nach Großbritannien, die Importe beliefen sich 63 Milliarden. Neben der Autoindustrie exportieren vor allem Maschinenbauer, Chemie- und Pharmaindustrie viel in das Vereinigte Königreich. Bundesweit hängt der Studie zufolge gut jeder Hundertste Arbeitsplatz am Export nach Großbritannien.

Lange Übergangszeit

Nach einem geplanten Brexit Ende Januar bliebe Großbritannien noch ein Jahr, bei Verlängerung sogar noch bis zu drei Jahre lang Mitglied des Binnenmarkts und der Zollunion. In dieser Übergangszeit wollen beide Seiten einen Freihandels- und Partnerschaftsvertrag aushandeln.

Stand: 07.01.2020, 14:36

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