Bayer nach Glyphosat-Urteil unter Druck

Bayer Monsanto

Bayer nach Glyphosat-Urteil unter Druck

  • US-Gericht: Glyphosat trägt zu Krebserkrankung bei
  • Arbeitsplätze auch in NRW in Gefahr
  • Bayer schiebt Details zu Abbauplänen auf

Die Entscheidung eines US-Gerichts zum Unkrautvernichter Glyphosat setzt Bayer weiter unter Druck. Für die Beschäftigten des Chemie- und Pharmaherstellers aus Leverkusen ist dies schon die zweite schlechte Nachricht seit der Monsanto-Übernahme im vergangenen Jahr.

Großer Stellenabbau bei Bayer bis 2021

Ende November hatte Bayer ein großes Umstrukturierungs- und Sparprogramm angekündigt. Weltweit sollen rund 12.000 Stellen in den nächsten zwei Jahren abgebaut werden - der Großteil in Deutschland und damit auch viele in NRW.

Derzeit laufen Gespräche, wie viele Jobs an den einzelnen Standorten eingespart werden. Klar ist, dass es alle drei Bereiche im Unternehmen trifft: Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science. Alle drei sind auch an den sieben Bayer-Standorten in NRW vertreten.

Bayer setzt beim Stellenabbau zum einen auf Aufhebungsverträge für ältere Beschäftigte. Außerdem sollen jüngere Mitarbeiter Abfindungen in Anspruch nehmen können.

Bayer unterliegt erneut in Glyphosat-Prozess in den USA

WDR aktuell - Der Tag 20.03.2019 10:10 Min. Verfügbar bis 19.03.2020 WDR 3

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Bayer und die riskante Monsanto-Übernahme

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft 17.08.2018 03:50 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 5

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Mehr als 11.000 Klagen in den USA

Nehmen die Belastungen für den Konzern durch weitere Klagen zu, schließen Experten auch weitere Sparprogramme nicht aus. Derzeit muss sich Bayer in den USA rund 11.000 Klagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat stellen. Dieser steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Markus Mayer von der Baader Bank warnt zudem: "Wenn der Aktienkurs weiter so niedrig bleibt, ist Bayer ein Übernahmeziel für aktivistische Investoren." Innerhalb weniger Jahre hat sich der Wert der Bayer-Aktie mehr als halbiert, er liegt inzwischen nur noch bei rund 60 Euro.

Auch am Mittwoch (20.03.2019) verlor die Aktie angesichts der Entscheidung des US-Gerichts zeitweise mehr als 12 Prozent an Wert.

Stand: 20.03.2019, 17:06

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