Bayer bedauert Österreichs "Nein" zum Glyphosat

Bayer: Die Fusion und die Folgen

die story 26.06.2019 42:38 Min. UT Verfügbar bis 26.06.2020 WDR Von Michael Heussen, Ingolf Gritschneder

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Bayer bedauert Österreichs "Nein" zum Glyphosat

  • Österreich erstes EU-Land, das Glyphosat verbietet
  • Bayer hofft auf Veto von EU-Kommission
  • Greenpeace spricht von "Meilenstein"

Der Bayer-Konzern hat Österreichs Glyphosat-Verbot mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Man gehe aber davon aus, dass der Beschluss "von der EU-Kommission kritisch hinterfragt und rechtlich angefochten" werde, teilte Bayer am Dienstagabend (02.07.2019) mit.

"Glyphosat ist eigentlich nicht zukunftsfähig"

WDR 5 Profit - aktuell 26.06.2019 06:13 Min. Verfügbar bis 25.06.2020 WDR 5

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Darüber hinaus ignoriere der Beschluss die Bedürfnisse und die professionelle Arbeit der österreichischen Landwirte. Österreich hatte zuvor als erstes Land in der EU den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat verboten.

Greenpeace spricht von "Meilenstein"

Der Nationalrat stimmte am Dienstag mit großer Mehrheit einem Antrag der SPÖ zu. Der nationale Alleingang ist rechtlich umstritten. Das Verbot könnte EU-Recht widersprechen, da die EU-Pflanzenschutzverordnung Glyphosat noch bis Ende 2022 erlaubt. Die EU-Mitgliedsländer können nur in absoluten Ausnahmefällen ein Verbot von zugelassenen Wirkstoffen verhängen.

Dennoch sprach die Umweltschutzorganisation Greenpeace von einem "historischen Meilenstein". Der Wirkstoff Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Stand: 03.07.2019, 09:06

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