Bayer: Zahl der Glyphosat-Klagen verdoppelt

Bayer: Zahl der Glyphosat-Klagen verdoppelt

  • Glyphosatklagen gegen Bayer verdoppelt
  • Knapp 43.000 Klagen in den USA
  • Geschäfte laufen trotzdem gut

Die Zahl der Kläger gegen den Pharmakonzern Bayer wegen Glyphosat hat sich mit 42.700 in den USA mehr als verdoppelt. Das gab der Chemiekonzern am Mittwoch (30.10.2019) bekannt. Die Kläger sind überzeugt, dass der Unkrautvernichter bei ihnen Krebs verursacht hat. Bayer erklärt den Anstieg damit, dass die Klägerseite ihre geschätzten Ausgaben für Fernsehwerbung etwa verdoppelt habe.

Bayer geht in Berufung

Glyphosat Verpackung

Glyphosat Verpackung

Bayer hat mittlerweile drei Prozessniederlagen in den USA hinnehmen müssen und war in erster Instanz zu hohen Strafen verurteilt worden. Der Konzern ist in diesen Fällen in Berufung gegangen. Gleichzeitig lotet ein von einem US-Richter eingesetzter Anwalt weiter die Chancen für einen Vergleich zwischen Bayer und den Klägern aus.

Konzern steigert Umsatz

Doch die Geschäfte laufen für Bayer zurzeit gar nicht mal so schlecht. Bayer selbst spricht von einer erfreulichen Geschäftsentwicklung in allen Bereichen. Dabei profitiert der Konzern vor allem von der Nachfrage nach Medikamenten wie dem Gerinnungshemmer Xarelto. Außerdem hat das Agrargeschäft zugelegt. Bayer konnte seinen Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um etwa sechs Prozent steigern auf 9,83 Milliarden Euro.

Gewinne gehen zurück

Der Gewinn brach jedoch im Vergleich zum Vorjahr um fast 64 Prozent ein – auf rund eine Milliarde Euro. Das liegt auch daran, dass der Gewinn im Vorjahr durch Verkäufe von Geschäftsteilen besonders hoch war.

Stand: 30.10.2019, 11:55

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