NRW-Arbeitsmarkt: Corona bremst Frühjahrsbelebung

Ein Mann geht an einem Schild der Bundesagentur für Arbeit vorbei.

NRW-Arbeitsmarkt: Corona bremst Frühjahrsbelebung

  • Auswirkungen des Corona-Virus noch unklar
  • Zahl der Arbeitslosen bis zum 12. März leicht gesunken
  • Arbeitslosenquote in NRW weiterhin bei 6,7 Prozent

Am 12. März - nur wenige Tage vor den weitreichenden Einschränkungen im Leben der Menschen in NRW - haben die Arbeitsmarkt-Experten die Bilanz für den März gezogen. Die Zahl der Arbeitslosen in NRW war zu diesem Stichtag im Vergleich zum Vormonat um 6.533 Personen gesunken. Damit lag die Arbeitslosenquote bei 6,7 Prozent. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag (31.03.2020) mit. Insgesamt waren im März demnach 648.187 Menschen in NRW arbeitslos.

"Welche Folgen die Corona-Virus-Pandemie für den Arbeitsmarkt in NRW hat, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bilanzieren," sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, bei der Vorstellung der Zahlen.

Es seien allerdings schon erste Auswirkungen der Pandemie zu erkennen gewesen. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen, die zu diesem Zeitpunkt des Jahres in der Regel nach oben geht, war deutlich gesunken - um 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. So wie die Unternehmen hätten auch die Agenturen für Arbeit und Jobcenter auf die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus reagiert.

Kurzarbeit auf Rekordniveau

Für die Kurzarbeit meldete die Arbeitsagentur allerdings rekordverdächtige Werte: Allein in NRW haben wegen der Corona-Pandemie bis zum 27. März rund 96.000 Unternehmen Kurzarbeit beantragt. Die eingegangenen Anträge sollen schnell und unbürokratisch bearbeitet werden, teilte die Regionaldirektion NRW am Dienstagnachmittag mit.

Stand: 31.03.2020, 21:09

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