NRW-Arbeitsmarkt: Saisonbedingt mehr Arbeitslose im Januar

Ein Mann geht an einem Schild der Bundesagentur für Arbeit vorbei.

NRW-Arbeitsmarkt: Saisonbedingt mehr Arbeitslose im Januar

  • Zahl der Arbeitslosen im Januar gestiegen
  • Arbeitslosenquote in NRW jetzt bei 6,8 Prozent
  • Schwächelnde Konjunktur und saisonbedingte Effekte

Die Zahl der Arbeitslosen in NRW ist im Januar im Vergleich zum Vormonat um 35.260 Personen angestiegen. Damit steigt die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag (30.01.2020) mit. Insgesamt waren im Januar 659.619 Menschen in NRW arbeitslos.

"Im Januar hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen so entwickelt, wie wir es für diese Jahreszeit aufgrund des langjährigen Mittels erwarten konnten", sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Die Arbeitsmarktexperten sehen vor allem zwei Gründe für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Das Ende des Weihnachtsgeschäfts, der Kündigungstermin zum Jahresende und das Ende von Berufsausbildungen seien die maßgeblichen Einflüsse gewesen.

"Wir können allerdings auch einen Einfluss der im Vergleich zu den Vorjahren leicht abgekühlten Konjunktur erkennen", so Withake. Vor allem das vom Export abhängige verarbeitende Gewerbe und Regionen wie Südwestfalen, das Bergische Land oder Ostwestfalen-Lippe seien davon stärker betroffen.

Unterbeschäftigungsquote bleibt gleich

Im Vergleich zum Dezember stieg die Zahl der Unterbeschäftigten um 24.270 Personen auf 899.531. Damit stieg auch die Unterbeschäftigungsquote im Vergleich zum Vormonat auf jetzt 9,0 Prozent.

"Arbeitslos im weiteren Sinne" und "nahe am Arbeitslosenstatus" sind etwa Teilnehmer an Maßnahmen der Bundesagentur. "Weit weg vom Arbeitslosenstatus" sind etwa Bezieher von Gründungszuschüssen, Kurzarbeiter oder Arbeitnehmer in Altersteilzeit.

Stand: 30.01.2020, 10:00

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen