NRW-Arbeitslosenzahlen: Leichter Anstieg zum Jahresstart

Arbeitslose stehen Schlange bei der Bundesagentur für Arbeit

NRW-Arbeitslosenzahlen: Leichter Anstieg zum Jahresstart

  • Arbeitslosenzahl in NRW steigt im Januar leicht an
  • Arbeitslosenquote liegt bei 6,7 Prozent
  • Rekordergebnis bei Beschäftigtenzahl

In NRW gab es im Januar mehr Arbeitslose als zum Jahresabschluss 2018. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen nahm gegenüber Dezember um 33.408 Personen auf nun 648.161 Arbeitslose zu. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,7 Prozent. Aber: Im Vergleich zum Januar 2018 sank die Zahl der Arbeitslosen um 42.973 Menschen.

Experten: Abwärtstrend war zu erwarten

"Das ausgelaufene Weihnachtsgeschäft, der Kündigungstermin zum Jahresende, das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen und auch witterungsbedingte Einschränkungen in den Außenberufen führen zum Jahresbeginn regelmäßig zu steigender Arbeitslosigkeit", sagte Torsten Withake, Geschäftsführer Arbeitsmarktmanagement der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen am Donnerstag (31.01.2019) in Düsseldorf.

Ein Trend, der sich wahrscheinlich auch noch im Februar fortsetzen werde, ehe dann im März mit der üblichen Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt zu rechnen sei.

Anstieg der Beschäftigtenzahlen zum Jahresende

Ein gutes Zeichen sei aber, dass sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf einem sehr hohen Niveau befinde. Die aktuellsten Zahlen aus dem November weisen mehr als sieben Millionen Beschäftigte in NRW aus - so viele wie nie zuvor

Durch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen stieg auch die Zahl der Unterbeschäftigten im Januar um 14.948 Personen an. Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus den Arbeitslosen und der Zahl der Menschen, die zum Beispiel an einer Maßnahme teilnehmen.

Stand: 31.01.2019, 10:00

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

  • 1 Klaus Keller 31.01.2019, 12:02 Uhr

    Saisonale Schwankungen sind unproblematisch. Das Problem, der Lohn funktioniert schon seit Schröder nicht mehr als Familieneinkommen. Unter dem Stichwort Digitalisierung geht der Produktionsfortschritt weiter. Man braucht schlicht und einfach für die Versorgung der Bevölkerung weniger Arbeitsstunden; verkürzt man die Wochenstunden bei vollen Lohnausgleich, ist man in der EU nicht mehr wettbewerbsfähig. Die im erheblichen Umfang lobbyfinanzierten etablierten Parteien, kommen nicht aus dem Dilemma. Einkommen aus Nichtselbständiger Arbeit in der Volkswirtschaft sind Kosten in der Betriebswirtschaft; die Bürger verlieren in diesem Konflikt. Der früher aufgebaute Wohlstand wird auf breiter Front demontiert; mit der Statistik werden wir belogen. Dabei kann ich mit diesem Beitrag gut leben. Die Links, „was die Statistik verbirgt“, sind ja durchaus ausreichend. Da hat nur der gutgläubige Zuschauer nichts von, wenn über Medien Erfolgsstorys über „fast Vollbeschäftigung“ untergeschoben werden.

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