NRW-Arbeitslosenzahlen: Positiver Trend hält an

NRW-Arbeitslosenzahlen: Positiver Trend hält an

  • Arbeitslosenzahl in NRW ging im Dezember zurück
  • Arbeitslosenquote bleibt bei 6,4 Prozent
  • Ungewöhnliche Entwicklung für das Jahresende

Die Zahl der Arbeitslosen ist in NRW im Dezember erneut gesunken. Insgesamt waren 2.473 Menschen weniger arbeitslos als im November. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 6,4 Prozent. 614.753 Personen waren im abgelaufenen Monat arbeitslos gemeldet. Das ist insofern ungewöhnlich, als das die Arbeitslosenzahlen in der Regel zum Jahresende leicht nach oben gehen.

Ein solches Phänomen gab es seit 1980 erst vier Mal, teilte Christiane Schönefeld, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Freitag bei der Vorstellung der Dezember-Zahlen in Düsseldorf mit. Damit habe sich die positive Entwicklung des ganzen Jahres auch zum Jahresende fortgesetzt.

"Worüber wir uns besonders freuen ist die niedrige Jugendarbeitslosigkeit. 2018 lag sie in NRW mit rund 57.000 gemeldeten jungen Arbeitslosen zum ersten Mal, seit sie gemessen wird, im Jahresschnitt unter 60.000 Personen“, so Schönefeld.

Appell an die Unternehmen

Schönefeld wies aber auch darauf hin, dass in den nächsten fünf Jahren mehr als 500.000 Fachkräfte in den Ruhestand gehen würden. Daher appellierte sie an die Unternehmen, die Beschäftigten durch gezielte Weiterbildung für den digitalen Wandel und den Strukturwandel vorzubereiten. "Durch gezielte, abschlussorientierte Weiterbildung können auch nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als neue Fachkräfte aus der Belegschaft des Unternehmens heraus gewonnen werden“, so Schönefeld.

Unterbeschäftigung weiter zurückgegangen

Landesweit galten im Dezember 865.320 Menschen als unterbeschäftigt - gut 50.000 Menschen weniger als noch vor einem Jahr. Damit sank die Unterbeschäftigung 2018 sogar ein wenig stärker als die Arbeitslosenzahl.

Stand: 04.01.2019, 10:00

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Horst Necker 04.01.2019, 12:24 Uhr

    Mit der Meldung selbst kann man wenig anfangen aber gut ist der Link zu "Was die offizielle Statistik verbirgt". Damit wird immerhin hier im Internet dezent darauf hingewiesen, dass da irgendwas gründlich schief läuft - seit vielen Jahren. Schröders "bester Niedriglohnsektor Europas" bleibt unangetastet. Der weit verbreitete Wohlstand vor Schröder ist der Lohnarmut gewichen und die verbreitete Altersarmut kommt erst noch richtig in Gang. Die letzten Wahlergebnisse zeigen, solche "Durchhalteparolen" funktionieren nicht mehr. Medienbotschaften und erlebte Realität klaffen zu weit auseinander. Viel zu schwach aber trotsdem positiv ist noch der Appell in Bildung und Ausbildung zu investieren. Wenn man rechte Parteien kleinhalten will, muss man ihnen die Themen wegnehmen, Realtitätsverweigerung hilft nicht mehr. Selbst wenn alle Deutschen zu blöd wären ist es nicht plausibel, dass eine halbe Milliarde EU-Bürger nicht den Fachkräftebedarf hier decken könnten (Fachkräfteeinwanderungsgesetz).

  • 1 linux 04.01.2019, 12:05 Uhr

    "Neuordnung der Zuschüsse für Langzeitarbeitslose Mit dem zum 1.1.2019 in Kraft getretenen Teilhabechancengesetz wurden die Lohnkostenzuschüsse nach dem SGB II neu geordnet." Ja ist schon eine tolle Sache, wenn der Stadt bis zu 75% des Lohn trägt das läßt für Statistiken Kreativen Spielraum.

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