Aldi Nord macht erstmals Verluste

Aldi Nord macht erstmals Verluste

  • Aldi Nord in Deutschland in den roten Zahlen
  • Gewinne im Ausland retten Bilanz
  • Milliardenschwere Modernisierung der Filialen

Der Discounter Aldi Nord wird in diesem Jahr erstmals in seiner mehr als 50-jährigen Geschichte im wichtigen Deutschlandgeschäft rote Zahlen schreiben. Die Umsätze hätten sich 2018 schlechter entwickelt als erwartet. Gleichzeitig müsse der Händler hohe Kosten für die Modernisierung seine Filialnetzes verkraften, erklärte ein Sprecher des Essener Unternehmens am Donnerstag (20.12.2018).

Umsatz hinter den Erwartungen

Im laufenden Jahr war für den wichtigen deutschen Markt ein Umsatzwachstum von 3,5 bis 4 Prozent geplant. Tatsächlich wird das Plus aber unter dem Strich bei rund einem Prozent liegen. 

Auslandstöchter retten Bilanz

Die Gewinne der Auslandstöchter werden nach seinen Angaben allerdings dafür sorgen, dass Aldi Nord als Ganzes auch 2018 nicht in die roten Zahlen rutscht. Zuvor hatten bereits die "Lebensmittel Zeitung" und das "Manager Magazin" darüber berichtet.

Modernisierung in großem Stil

Der Lebensmittelhändler befindet sich in einem Umbruch. 5,2 Milliarden Euro investiert Aldi-Nord-Chef Torsten Hufnagel in die Modernisierung der Filialen sowie in die Expansion im Ausland. Diesen Kurs hatten die Albrecht Familien bereits 2017 genehmigt.

Stand: 20.12.2018, 14:25

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