Studie: Starke Unterschiede bei Kurzarbeit in NRW-Regionen

Kurzarbeit

Studie: Starke Unterschiede bei Kurzarbeit in NRW-Regionen

  • Anteil von Kurzarbeit variiert in NRW
  • Arbeitsmarkt unterschiedlich betroffen
  • Regionen mit Autobranche stärker betroffen

Der Arbeitsmarkt in NRW-Regionen ist unterschiedlich stark von Corona betroffen. Das besagt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die am Montag (29.06.2020) erschienen ist. So waren beispielsweise im Kreis Olpe für fast die Hälfte aller Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet - in Leverkusen dagegen nur für ein Sechstel.

Vergleichsweise wenig Kurzarbeit gab es laut der Analyse in Regionen wie Leverkusen, die für ihre Chemie- und Pharmaunternehmen bekannt ist. Dagegen wiesen Gebiete mit einer starken Autobranche hohe Quoten von Kurzarbeit auf. So auch der Kreis Olpe: Dort gibt es viel produzierendes Gewerbe, insbesondere Autozulieferer.

Die Kriterien Kurzarbeit und Autobranche treffen auch zu auf:

  • Hochsauerlandkreis (47 Prozent aller Beschäftigten in Kurzarbeit)
  • Kreis Unna (46,7 Prozent)
  • Märkischer Kreis (42,2 Prozent)
  • Kreis Paderborn (41,7 Prozent)

Kurzarbeit in NRW-Großstädten

In den NRW-Großstädten sah der Anteil von Kurzarbeitern wie folgt aus:

  • Düsseldorf rund 43 Prozent
  • Essen rund 36 Prozent
  • Wuppertal 33 Prozent
  • Köln rund 28 Prozent
  • Dortmund rund 25 Prozent
  • Bochum rund 24 Prozent
  • Münster rund 23 Prozent
  • Bonn rund 20 Prozent

Weniger Unternehmensinsolvenzen als befürchtet

WDR 5 Profit - aktuell 15.06.2020 05:17 Min. Verfügbar bis 15.06.2021 WDR 5

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Stand: 29.06.2020, 13:04

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