Winterdienstzentralen warten auf den Frost

Mark Gröne ist „Operator“ in der Winterdienstzentrale

Winterdienstzentralen warten auf den Frost

Von Katharina Strohmeyer

  • NRW-Winterdienstzentralen Hamm und Krefeld nehmen Arbeit auf
  • Überwachung der Straßen rund um die Uhr
  • Landesweit 130.000 Tonnen Salz eingelagert
  • Autobahnmeistereien in Bereitschaft

Bei sonnigen 15 Grad haben am Mittwochmittag (01.11.2017) die beiden Winterdienstzentralen in NRW in Hamm und Krefeld ihren Dienst aufgenommen. Noch haben die Mitarbeiter nicht viel zu tun. Sobald aber Straßenglätte droht, schicken sie vorsorglich Streufahrzeuge auf die Straßen. Alle Salzlager entlang der Autobahnen sind komplett gefüllt.

Wetter immer im Blick

Die Mitarbeiter in der Winterdienstzentrale behalten sämtliche Wetterdaten im Blick, darunter Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Außerdem befinden sich auf den Autobahnen Sensoren in der Fahrbahndecke, die die Bodentemperatur anzeigen und exakt erkennen, bei welcher Temperatur Glätte droht.

Bei Bedarf schicken sie den Winterdienst zum Streuen los. Die Mess-Stationen liefern einen Überblick, wo es innerhalb von Stunden glatt werden könnte. Durch die zentrale Überwachung müssen nicht alle Autobahnmeistereien ständig besetzt sein, sondern werden nur im Bedarfsfall informiert.

24-Stunden-Bereitschaft

Streuwagen vor dem Einsatz

Streudienstwagen vor dem Einsatz

Bis Ende April sind die NRW-Winterdienstzentralen zu jeder Tages- und Nachtzeit besetzt, selbst wenn im Land nicht mit Frost zu rechnen ist. An solchen Tagen überprüfen die Mitarbeiter, ob die Technik funktioniert. Frühestens in der Woche ab dem 6. November rechnen die Meteorologen mit kälteren Temperaturen. Gerade in höheren Lagen, zum Beispiel entlang der A45, steigt dann die Glättegefahr. Straßen NRW unterhält rund 280 Wetterstationen, 220 im Autobahnnetz und 60 bei Bundes- und Landesstraßen. Diese liefern Daten für den zielgerichteten und gegebenenfalls auch vorbeugenden Winterdiensteinsatz. 700 Winterdienstfahrzeuge und 1.900 Straßenwärter stehen bereit und warten auf ihren Einsatz. Die Straßenmeistereien in NRW lagern in 220 Salzhallen rund 130.000 Tonnen Salz. Hinzu kommen etliche Hallen entlang der Autobahnen.

Stand: 02.11.2017, 07:30