Dauerfrost und Schnee in NRW: So machen Sie sich winterfest

In den Scheibenwischwasser-Tank eines Autos wird frostschutzmittel gefüllt, ein Olivenbaum steht in einem mit Stoff eingepackten Blumenkübel in einem verschneiten Garten

Dauerfrost und Schnee in NRW: So machen Sie sich winterfest

Der Winter ist zurück und mit ihm Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. So machen Sie Garten, Auto und Co. winterfest.

Die eisigen Temperaturen, die mit dem Wintereinbruch in NRW Einzug gehalten haben, können auch bei ganz alltäglichen Dingen Probleme bereiten. Hierauf sollten Sie in den kommenden Tagen achten.

So machen Sie ihr Auto winterfest

Wenn man das Auto bei Schnee und Eis nicht stehen lassen kann, weil man es beispielsweise beruflich braucht, sollte man darauf achten, dass es dann auch einwandfrei läuft. Der ADAC empfiehlt daher, vor der ersten Fahrt bei Minusgraden auf jeden Fall den Frostschutz der Kühleranlage zu kontrollieren. Der sollte bei mindestens minus 25 Grad Celsius liegen. Auch das Wasser in der Scheibenwischanlage sollte Frostschutz enthalten.

Frostschutz, Reifen und Licht - So wird das Auto winterfest

Reifen wechseln reicht nicht: Vor dem Winter sollte das Auto für Dunkelheit und Kälte gerüstet werden. Ansonsten drohen Bußgelder, Punkte und vor allem ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Sommerreifen runter, Winterreifen rauf. Wem solche Arbeiten nicht liegen, sollte rechtzeitig einen Termin in der Werkstatt vereinbaren - bevor diese rar werden. Vor dem Wechsel sollten die Reifen aus dem Vorjahr genau angeschaut werden. Die Profiltiefe sollten mindestens vier bis fünf Millimeter betragen - auch wenn der Gesetzgeber nur 1,6 Millimeter vorschreibt. Außerdem sollten die Reifen nicht älter als sechs Jahre alt sein.

Sommerreifen runter, Winterreifen rauf. Wem solche Arbeiten nicht liegen, sollte rechtzeitig einen Termin in der Werkstatt vereinbaren - bevor diese rar werden. Vor dem Wechsel sollten die Reifen aus dem Vorjahr genau angeschaut werden. Die Profiltiefe sollten mindestens vier bis fünf Millimeter betragen - auch wenn der Gesetzgeber nur 1,6 Millimeter vorschreibt. Außerdem sollten die Reifen nicht älter als sechs Jahre alt sein.

Wer neue Winterreifen kauft, sollte auf das "Alpine"-Symbol achten. Das dreigezackte Bergpiktogramm mit der Schneeflocke ist seit Januar 2018 Pflicht für neu produzierte Pneus. Diese Reifen erfüllen bestimmte Prüfkriterien.

In der dunklen Jahreszeit kommt es auf die Beleuchtung an. Brems- und Rücklichter sowie Abblend-, Stand- und Fernlicht sollten kontrolliert werden. Jeder fünfte Pkw fährt mit mangelhaftem Autolicht, jeder zehnte blendet andere Verkehrsteilnehmer. Das war das Ergebnis des Licht-Tests 2019 der Werkstätten der Kfz-Innung. Auch Scheinwerfer reinigen kann ein besseres Leuchtergebnis bringen.

Für gute Sicht sind saubere Scheiben ausschlaggebend. Blütenreste, Laub und Staub sorgen oft für einen schmierigen Film auf dem Glas und erhöhen die Blendgefahr durch entgegenkommende Fahrzeuge. Daher alle Autofenster einmal von innen und außen gründlich waschen.

Dabei gleich die Scheibenwischer kontrollieren. Marode Wischblätter, die bereits Schlieren bilden, erhöhen bei Regen die Unfallgefahr und sollten erneuert werden. Bei niedrigen Temperaturen kann man über Nacht Isolationsfolie unter die Wischergummis legen, so frieren die Wischer nicht fest.

Eis im Kühlsystem macht den Motor kaputt, daher den Frostschutz überprüfen. Das Kühlwasser sollte auch bei Temperaturen von minus 30 Grad nicht gefrieren, damit das Auto fahrtüchtig bleibt. Auch die Scheiben- und Scheinwerferwaschanlagen brauchen Winterreiniger. Der verhindert die Vereisung der Düsen und kommt zudem besser mit dem Winterschmutz zurecht.

Jetzt noch schnell Lackschäden, Dellen und Kratzer ausbessern. Denn Streusalz kann die angegriffene Karosserie weiter schädigen und die Bildung von Rost beschleunigen.

Ältere Batterien kapitulieren gerne beim ersten Frost. Daher diese besser vor dem Winter überprüfen und gegebenenfalls ersetzen.

Das Winter-Notfall-Paket bereithalten. Dazu gehört der Türschloss-Enteiser, Eiskratzer und ein Anti-Beschlag-Mittel für die Innenscheiben.

Tankstellen verkaufen über das Jahr verschieden zusammengesetzte Diesel-Kraftstoffe. Wer seinen Wagen wenig bewegt und mehrere Monate nicht getankt hat, sollte das bald tun, um temperaturunempfindlicheren Diesel im Tank zu haben. Laut ADAC wird von Mitte November bis Mitte Februar "Winterdiesel" an den Tankstellen verkauft.

Zudem weist der Automobil-Club daraufhin, die Batterie des Wagens zu überprüfen. Denn gerade bei Minusgraden sei eine kaputte Batterie der Hauptgrund für Einsätze der Straßenwacht.

Und auch der Kraftstoff der Fahrzeuge kann bei eisigen Temperaturen zu Problemen führen. Denn im Diesel können sich schon ab einer Temperatur von sieben Grad Paraffinpartikel bilden, die dann den Kraftstofffilter verstopfen können. Zwar gebe es an den meisten Tankstellen in Deutschland ab Mitte November bis Ende Februar sogenannten Winterdiesel, der dafür nicht so anfällig sein soll. Ein Test des ADAC ergab aber, "dass sich Dieselfahrer nicht immer auf die Wintertauglichkeit des Kraftstoffes verlassen können."

Daher empfiehlt der ADAC Dieselfahrern, ihr Auto wenn möglich kälte- und windgeschützt abzustellen, regelmäßig den Kraftstofffilter zu wechseln und darauf zu achten, dass kein Sommerdiesel mehr im Tank ist, sollte das Auto längere Zeit nicht mehr bewegt worden sein.

So überleben Pflanzen und Tiere im Garten den Winter

Die meisten Pflanzenliebhaber haben ihren Garten bereits im Herbst winterfest gemacht. Dennoch lohnt sich jetzt noch einmal ein Blick nach draußen, damit bei dem extremen Frost kein Schaden entsteht.

Kübelpflanzen sollten – auch wenn sie winterhart sind – bei längeren Frostperioden eingepackt werden. Dafür sollten sie an eine wind- und sonnengeschütze Stelle am besten auf eine Styroporplatte oder Kokosmatte gestellt werden. So werden sie von der Bodenkälte isoliert. Zudem sollten die Kübel eingepackt werden. Dafür gibt es mehrere Methoden:

  • ein Baustahlgewebe-Gitter über die Pflanze stellen, eine Strohmatte herum ziehen, mit Laub auffüllen und evt. noch eine Styroporplatte obendrauf (am besten mit einem Stein beschweren)
  • Noppenfolie unten um den Topf, gut festbinden und einen Vliessack oben über die Pflanze ziehen,
  • eine Kokosmatte um Topf binden und Stroh zwischen Topf und Matte stopfen,
  •  Topf in einen Holzkasten oder einen Korb stellen und wieder Stroh zwischen Kasten und Topf stecken.  

Gartenbesitzer, die einen Teich im Garten haben, sollten spätestens jetzt einen Eisfreihalter montieren, um den Gasaustausch zwischen Luft und Wasser zu gewährleisten. Denn auch wenn sich die Fische im Winter in einer Art Schlaf befinden, etwas Luft brauchen sie trotzdem. Teichpumpen, die nicht frostfest sind, sollten abmontiert werden.

Vorsicht auf zugefrorenen Gewässern

Eine Person in Schutzkleidung ist bis zur Brust ins Eis eines Sees eingebrochen.

DLRG, Feuerwehr und andere Behörden üben regelmäßig die Eisrettung.

Auch wenn die Temperaturen voraussichtlich die ganze Woche weit unter Null Grad liegen sollen, rät die DLRG zu Vorsicht beim Betreten von zugefrorenen Wasserflächen. Denn gerade jetzt ist die Eisfläche auf vielen der Seen, Bächen und Flüssen noch nicht dick genug.

"Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein", so die DLRG. Am besten man erkundige sich vor dem ersten Eisspaziergang oder Schlittschuhlaufen beim zuständigen Amt über den Zustand des Eises.

Aber selbst wenn es eine Freigabe der örtlichen Behörden gibt, sollte auf bestimmte Hinweise geachtet werden, um die Gefahr des Einbrechens zu minimieren. Dazu gehören:

  • Dunkle Stellen: Nicht betreten, dort ist das Eis noch viel zu dünn.
  • Knistern und Knacken: Eis könnte brechen. Flach hinlegen und auf dem Bauch in Richtung Ufer robben.
  • Verschneite Eisflächen und bewachsene Uferzonen: Besser meiden, da dort eine größere Gefahr besteht, einzubrechen.

Stand: 08.02.2021, 13:17

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