BSI warnt vor weiteren Windows-Schwachstellen

Falscher Microsoft-Support

BSI warnt vor weiteren Windows-Schwachstellen

  • Sicherheitslücke in allen Windows-Versionen
  • Bundesamt empfiehlt Updates einzuspielen
  • Zweiter Fall dieser Art seit Mai

Das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor weiteren kritischen Windows-Schwachstellen. Sowohl ältere Windows-Systeme als auch die neueste Version Windows 10 sind von der kritischen Sicherheitslücke in der Fernwartungsfunktion betroffen, teilte das BSI am Mittwoch (14.08.2019) mit.

BSI empfiehlt Update

"Das BSI schätzt diese Schwachstellen als äußerst kritisch ein und ruft Unternehmen genauso wie Bürgerinnen und Bürger auf, die verfügbaren Updates einzuspielen", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm. "Diese Schwachstellen ermöglichen Angriffsszenarien, die enormen wirtschaftlichen Schaden verursachen können und sollten daher absolut prioritär behandelt werden."

Vergleich mit WannaCry

Diese Schwachstelle namens DejaBlue könnten Kriminelle nutzen, um ein Schadprogramm auf den Rechnern zu installieren. Wie ein Wurm könne sich der Virus dann auf weitere Computer ausbreiten und erhebliche Schäden anrichten. Vergleichbar sei dies mit dem Schadprogramm WannaCry, das vor gut zwei Jahren mehrere hunderttausend Computer auf der ganzen Welt lahmgelegt hatte. Damals waren auch viele große Unternehmen, darunter die Deutsche Bahn betroffen.

Zweiter Fall seit Mai

Es ist schon die zweite gefährliche Sicherheitslücke innerhalb kurzer Zeit, die Windows bekannt gibt. Erst im Mai hatte das Software-Unternehmen eine ähnliche Schwachstelle namens BlueKeep einräumen und entsprechende Updates bereitstellen müssen.

Stand: 14.08.2019, 19:16

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