Vielen Windkraftanlagen in NRW droht Stilllegung

Windrad

Vielen Windkraftanlagen in NRW droht Stilllegung

  • Förderung für 2.184 Windkraftanlagen endet
  • Bau neuer Anlagen an den Standorten kompliziert
  • Nur 13 Prozent des Strombedarfs in NRW durch Erneuerbare Energien

Ungewisse Zukunft für zahlreiche Windräder in Nordrhein-Westfalen: Zwischen 2021 und 2028 fallen allein in NRW 2.184 Anlagen aus der Förderung. Das geht aus einer am Mittwoch (24.04.2019) veröffentlichten Antwort von Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervor.

"Repowering" ungewiss

Die Förderdauer für die einzelnen Anlagen ist nach dem Gesetz für erneuerbare Energien (EEG) auf 20 Jahre begrenzt. Ob an denselben Standorten neue Windkraftanlagen errichtet werden könnten ("Repowering"), sei ungewiss, antwortete der Minister: "Da neue Anlagen größer sind und damit zum Beispiel aus Gründen der optischen Bedrängnis, aber auch nach den neuen Lärmberechnungen, höhere Abstände erfordern als kleinere Altanlagen kann die Repoweringanlage häufig nicht am gleichen Standort gebaut werden."

NRW hinkt hinterher

Nach Zahlen des Landesverbands Erneuerbare Energien waren in NRW Ende 2018 rund 3.700 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 5.800 Megawatt installiert. Mit einem Anteil von nur 13 Prozent an der Deckung des Strombedarfs hinkten die Erneuerbaren Energien in NRW der bundesweiten Entwicklung (rund 38 Prozent) hinterher.

Redaktioneller Hinweis: In einer früheren Version des Beitrags hieß es, die Anfrage zur Windkraft käme von der FDP. Richtig ist, dass die AfD-Fraktion die Anfrage gestellt hat. Das haben wir korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen. Außerdem hatten wir zunächst die Prozentzahlen falsch zugeordnet. Das haben wir nun ebenfalls korrigiert: Bei 13 Prozent lag 2018 in NRW der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix, 38 Prozent waren es bundesweit.

Stand: 24.04.2019, 15:46

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