Eine App gegen Wildunfälle

Jagdverband unterstützt Wildunfall-App 02:39 Min. Verfügbar bis 05.08.2020

Eine App gegen Wildunfälle

  • Unfallschwerpunkt Sauer- und Siegerland
  • Bislang 12.000 User der App
  • Ziel: Gezielter Schutz vor Wildunfällen

Mit einer App sammeln Wissenschaftler der Uni Kiel Daten über Wildunfälle. Ein Zwischenergebnis: Besonders viele gibt es auf den Landstraßen bei Wilnsdorf, Bad Berleburg und Medebach. Das zeichnet sich nach mittlerweile 50.000 an die App gemeldeten Unfällen ab.

Noch jahrelange Datensammlung

Am häufigsten werden bei uns Rehe, Wildschweine und Füchse angefahren. Innerhalb von NRW sticht vor allem Südwestfalen durch die Zahl dieser Unfälle hervor.

Smartphone mit Wild-App, Warnschuld Wildwechsel

Jagdverband unterstützt Wildunfall-App

Allerdings sind die Zahlen noch nicht sehr belastbar, weil die Zahl der Nutzer mit bundesweit aktuell 12.000 noch relativ klein ist. Die Forscher rechnen mit fünf bis sechs Jahren, bis sie ausreichend Daten gesammelt haben.

Auf leckere Pflanzen am Straßenrand verzichten

Daraus sollen dann Vorschläge abgeleitet werden, wo und wie Wildunfälle zu vermeiden sind. Das können eingezäunte Wildbrücken oder Tunnel sein und Vorschläge zur Bepflanzung der Straßenränder.

Beliebt sind dafür Hartriegel, Obstbäume und Haselnuss. Die locken die Tiere aber an, sagt der Jagdverband. Besser sollten besonders bittere Pflanzen verwendet werden.

Der Jagdverband bittet alle Autofahrer, Wildunfälle an die "Tierfund-Kataster-App" zu melden.

Stand: 05.08.2019, 15:02

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