Jäger erlegen so viele Wildschweine wie nie zuvor

Jäger erlegen so viele Wildschweine wie nie zuvor

  • 50 Prozent mehr Wildschweine erlegt als im Vorjahr
  • Kampf gegen Schweinepest und Wildschäden
  • BUND kritisiert Nutzer der intensiveren Jagd

Von April 2017 bis März dieses Jahres haben die Jäger in Nordrhein-Westfalen rund 60.000 Wildschweine erlegt. Das waren etwa 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und damit so viele wie noch nie zuvor. Das gab der Landesjagdverband am Dienstag (03.07.2018) bekannt.

Schweinepest breitet sich aus

Hohe Wildschäden und die sich aus Osteuropa nähernde Afrikanische Schweinepest hätten eine intensive Bejagung der Wildschweine erforderlich gemacht, erklärten die Jäger.

Das Umweltministerium hatte aufgrund einer drohenden Seuche Anfang des Jahres die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben.

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich seit Jahren in Osteuropa aus und rückt zunehmend nach Westen. Einen Impfstoff gibt es nicht. Der Erreger ist für den Menschen ungefährlich. Bei Schweinen verläuft die Erkrankung aber in fast allen Fällen tödlich.

So gefährlich ist die Afrikanische Schweinepest

WDR 5 Leonardo Top Themen 09.01.2018 06:52 Min. WDR 5

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Kritik von Umweltverband

Der BUND aus NRW kritisiert allerdings, dass die intensivere Jagd nicht gegen die Verbreitung der Schweinepest helfen werde: Sie sorge nur dafür, dass sich die Wildschweine noch intensiver vermehrten.

Eine Studie, die eine häufig und eine kaum bejagte Wildschweinpopulation verglich, habe gezeigt: In dem stark bejagten Bestand sei die Vermehrungsrate "signifikant höher gewesen".

Stand: 03.07.2018, 15:55

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