Saatgans inmitten von Blässgänsen

Wildgänse verdrecken Parks: Städte suchen nach Lösungen

Stand: 20.08.2022, 08:32 Uhr

In einigen NRW-Großstädten haben sich Wildgänse in den Parks stark vermehrt. Das führt zu Problemen. Köln will nun gegen die Vögel vorgehen.

Viele Parks und Wiesen in den Großstädten in NRW sind voller Gänsekot: Die Stadt Köln hat nun ein Gutachten in Auftrag gegeben, um das seit Jahren bestehende Wildgänse-Problem einzudämmen. Mit Hilfe des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) NRW sollen "passende Maßnahmen entwickelt" werden, um den Bestand der Tiere und damit die Verschmutzungen zu reduzieren, teilte eine Sprecherin mit.

Künftig sollen einige Eier aus den Nestern entfernt werden

Unter anderem soll künftig - ähnlich wie in Düsseldorf - ein Teil der Eier aus den Nestern entfernt werden. Darüber hinaus könnten bestimmte Flächen als Brutstätten für die Wildgänse unattraktiv gemacht werden. Als Basis für diese Maßnahmen soll der Bericht dienen, den das beauftragte Büro in Kürze dem Umweltausschuss vorlegen wird. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet.

In einem ersten Schritt hätten Biologinnen und Biologen die Tiere gezählt. An 20 Gewässern seien dabei im Schnitt 600 Kanada- und 70 Nilgänse gesichtet worden.

Wegen Maßnahmen: Zahl der Gänse in Düsseldorf wohl gesunken

Wildgänse sind in Köln - aber auch in anderen NRW-Großstädten - ein Problem, weil sie Dreck und Lärm in die Grünanlagen bringen. Auf manchen Flächen in Kölner Parks kann man keinen Schritt machen, ohne in Exkremente zu treten. Eine Bejagung in innerstädtischen Anlagen ist nach Angaben der Stadt verboten. Zudem gebe es auch viele Bürger, die die Maßnahmen zur Reduzierung ablehnten und Gänse fütterten.

Die Stadt Düsseldorf betreibt seit einiger Zeit ein "Gelege-Management" und entfernt Eier aus den Nestern, damit weniger Vögel ausgebrütet werden. Zudem wurden Fütterungsverbote eingeführt. "Seit Beginn der Maßnahmen ist die Population nicht mehr weiter angewachsen", teilte ein Sprecher mit. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Jungvögel sogar deutlich gesunken.

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