Unwetter: Überflutete Straßen und eingestürzte Dächer

Menschen mit Regenschirm auf überluteter Straße

Unwetter: Überflutete Straßen und eingestürzte Dächer

  • Wieder starke Unwetter in NRW
  • Regen und Sturmböen: Feuerwehren im Großeinsatz
  • Eingestürzte Dächer in Plettenberg

Im Sauerland, im Bergischen Land, im Ruhrgebiet und Rheinland hat es am Donnerstagabend (07.06.2018) wieder Unwetter mit extrem heftigem Starkregen, schweren Gewittern, Hagel und Sturmböen gegeben. Am Freitagmorgen (08.06.2018) mussten sich deshalb auch Bahnreisende in Bonn auf Ausfälle einstellen. Hier schlug ein Blitz ins Stellwerk.

Hallenbad: Deckenteile eingestürzt

Im sauerländischen Plettenberg stürzten Dachteile eines Hallenbads ein. Hier drang nach Angaben der Feuerwehr Wasser durch die Deckenkonstruktion. Deckenteile stürzten über zwei Geschosse ein. Auch in einem Supermarkt waren Deckenplatten in den Verkaufsraum gestürzt, hatten aber niemanden verletzt. Unzählige Kellerräume standen teilweise bis zur Kellerdecke unter Wasser.

Unwetter-Schäden: Eingeknickte Dächer und volle Keller

Überflutetes Grundstück

Im sauerländischen Plettenberg überflutete das Wasser am Donnerstag (07.06.2018) ganze Straßenzüge. Keller liefen teilweise bis unter die Decke voll.

Im sauerländischen Plettenberg überflutete das Wasser am Donnerstag (07.06.2018) ganze Straßenzüge. Keller liefen teilweise bis unter die Decke voll.

In einem Supermarkt in der Stadtmitte waren durch den Wassereinbruch Deckenplatten in den Verkaufsraum gestürzt. Die Trümmer lagen am Tag danach noch vor dem Geschäft. Verletzt wurde niemand.

Auch das Vordach eines Sportplatzes konnte den Wassermassen nicht standhalten und stürzte ein.

In Essen stand die Feuerwehr knöcheltief auf überfluteten Straßen.

In Wuppertal war an einigen Stellen der Stadt ebenfalls wieder landunter.

In Bonn schlug der Blitz in dieses Mehrfamilienhaus und setzte den Dachstuhl in Brand.

Hauptbahnhof teilweise gesperrt

Im Ruhrgebiet und im Rheinland lief die Kanalisation an manchen Stellen über. In Düsseldorf lief Wasser in den Hauptbahnhof und der musste teilweise gesperrt werden. In Bonn setzten Blitze zwei Dachstühle in Brand. Auch im Bergischen Land lösten Blitze in mehreren Städten Brände aus. In Essen schoss mitten auf der Straße eine meterhohe Wasserfontäne aus der Kanalisation.

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Autobahn unter Wasser

Auf der A59 bei Spich im Rhein-Sieg-Kreis setzte Starkregen die Fahrbahn unter Wasser. "Immer wieder waren mal Fahrstreifen unter Wasser", sagte auch eine Sprecherin der Autobahnpolizei Düsseldorf. Im Oberbergischen Kreis fiel in mehreren Städten das Telefon- und das Stromnetz aus. Zwischen Olpe und Finnentrop fuhren keine Züge, weil das Stellwerk ausgefallen war.

Neue Unwetter am Freitag

Auch am Freitag (08.06.2018) muss landesweit wieder punktuell mit Unwettern gerechnet werden. Wo die Gewitterzellen auftreten, so eine DWD-Sprecherin, sei nicht exakt vorhersehbar. Tendenziell könnte jedoch die Westhälfte NRWs stärker betroffen sein.

Gewittergefahr besteht bis Sonntag

In den kommenden Tagen soll sich laut WDR-Meteorologen die Wetterlage nicht wesentlich ändern. Die schwüle Luft bleibt, die Temperaturen verharren zwischen 25 und 30 Grad. Die Gewitterneigung bleibt deshalb bis Sonntag (10.06.2018) hoch.

Unwettervorsorge: Kommunen wollen wasserfest werden

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen | 07.06.2018 | 04:15 Min.

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Stand: 08.06.2018, 13:49