Sturmtief "Marielou" brachte viel Regen nach NRW

Bäume im Regen

Sturmtief "Marielou" brachte viel Regen nach NRW

  • Sturmtief streift das Land
  • Unwetter beschäftigt Einsatzkräfte
  • Ab Sonntag wird es kühler

Das Sturmtief "Marielou" ist in der Nacht zu Sonntag (09.12.2018) über NRW gezogen und hat viel Regen und Sturmböen gebracht. Feuerwehr und Polizei hatten unter anderem in Remscheid und Gütersloh viel zu tun.

"In ganz NRW sind in der Nacht zwischen 15 und 20 Liter pro Quadratmeter Regen heruntergekommen", sagt WDR-Wetterexperte Carsten Raymund. "An einigen Orten sogar mehr als 25 Liter." Der Wind sei hingegen im Süden stärker gewesen. Dort erreichten die Sturmböen bis 80 Stundenkilometer. "An einer Wetterstation am Kahlen Asten wurden sogar 91 Stundenkilometer gemessen", so Raymund

Mehrere Unfälle

Auf der A1 zwischen Remscheid-Lennep und Wuppertal-Ronsdorf hat es in der Nacht sogar gehagelt. Da es dort auch noch sehr kalt war, bildete sich auf der Fahrbahn eine eisglatte Schicht, die zu einem Auffahrunfall von mehreren Fahrzeugen führte. Eine Person wurde dabei schwer verletzt, drei weitere leicht. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen.

Auch in Gütersloh sorgte das Wetter in der Nacht für Feuerwehr- und Polizeieinsätze. Dort verletzte sich ein 19 Jahre alter Autofahrer leicht, als er mit seinem Wagen gegen einen auf die Straße gestürzten Baum fuhr. Zudem wurden dort zwei Fahrzeuge beschädigt, auf die ein Baum stürzte, der von Sturmtief "Marielou" umgeblasen wurde.

Auch nahe Wipperfürth (Oberbergischer Kreis) wurden zwei Autofahrer leicht verletzt, die mit ihren Wagen gegen einen umgestürzten Baum prallten.

Feuerwehr und Polizei im Sturmeinsatz

Und es bleibt stürmisch und regnerisch: "In fast allen Landesteilen muss man sich mindestens bis Sonntagmittag auf starke Regenfälle und Sturmböen einstellen - rund 80 Stundenkilometer schnell", sagt Raymunds Kollege Andreas Wagner. Das seien zwar keine dramatischen Werte, trotzdem könnten solche Böen Dachziegel lösen und für gefährliche Situationen auf den Straßen sorgen. In den Hochlagen von Eifel, Sauer- und Siegerland seien auch bis zu 90 Stundenkilometer schnelle Böen möglich.

Am Sonntag soll das Tief weiter Richtung Norwegen ziehen. Anschließend wird es in NRW zwar ruhiger, aber dafür auch deutlich kühler. In den Hochlagen kann es am Sonntagabend sogar wieder schneien.

Stand: 09.12.2018, 08:49

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