Der Westen baut: Jede Flocke ein Schneemann

Der Westen baut: Jede Flocke ein Schneemann

Der weiße Sonntagmorgen hat kreative Schneemänner und -frauen hervorgebracht. Doch es wird es wieder wärmer und feuchter.

Die ersten Schneeballschlachten hatten bereits Samstagabend begonnen - sogar in den spärlich beschneiten Innenstädten. Bis zum Sonntagnachmittag entstanden viele kleine Schneemänner und -frauen im Westen: am Straßenrand, auf Wiesen, auf Autos, auf Balkonen.

Ansturm auf Wintersportregionen bleibt aus

Schneefiguren vor einer Tür

Schneefiguren vor einer Tür

Auch am Sonntagmorgen war die Schneedecke noch da. Zum Ansturm auf die Wintersportregionen ist es aber nicht gekommen. Im Sauerland verteilten sich die Ausflugstouristen, so dass dichtes Gedränge ausblieb. "In Bad Münstereifel sind die Parkplätze voll", sagte indes ein Sprecher der Kreispolizei Euskirchen. Insgesamt beobachte man rund um die Ausflugsziele aber eher wenig Verkehr. "Das liegt wohl auch am Wetter", sagte der Sprecher.

Eine Schneefigur

Ein Schneemann bringt den Frühling.

Ein Grund dürfte wohl sein, dass die weiße Pracht vielerorts bereits schmilzt und in Regen übergeht. "Es ist verbreitet mit erheblicher Straßenglätte zu rechnen, da der Boden noch kalt ist", warnt WDR-Wetterexperte Jürgen Vogt. Am Niederrhein kletterten die Temperaturen im Laufe des Tages auf bis zu 5 Grad. Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet kam auf 3 Grad, Minden und Lüdenscheid auf maximal 1 Grad.

Mehrere Glätte-Unfälle auf den Straßen

In der Nacht auf Sonntag waren die glatten Straßen kein Vergnügen: Im Ruhrgebiet und im Rheinland kam es zu mehreren Autounfällen. Im Kreis Euskirchen geriet eine 22-jährige Bonnerin mit ihrem Auto ins Schleudern. Sie überschlug sich und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Im Raum Aachen war eine 20-Jährige trotz der Witterung zu schnell unterwegs. Sie kam von der Straße ab, der Wagen überschlug sich und landete auf dem Dach. Die junge Frau konnte sich aber selbst aus dem Auto befreien und hat sich nur leicht verletzt.

Bis zu zwölf Grad am Mittwoch

Eine Schneefigur

Eine Schneefigur

Am Montag steigen die Temperaturen vielerorts in NRW auf zwei bis sechs Grad. WDR-Wetterexperte Jürgen Vogt zufolge könnte es in Westfalen noch etwas Regen geben - und am Kahlen Asten sollen noch ein paar Flocken fallen. Die Schneefallgrenze liegt oberhalb von 200 Metern.

Stand: 17.01.2021, 20:13

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