Schauer und Gewitter - aber keine Katastrophenlage in NRW

Wie ist NRW auf Starkregen eingestellt? Aktuelle Stunde 25.07.2021 Verfügbar bis 01.08.2021 WDR Von Cosima Gill

Schauer und Gewitter - aber keine Katastrophenlage in NRW

Schauer, Gewitter - die gab es am Wochenende in NRW immer wieder mal. Auch lokale Überflutungen. Zu einer Katastrophenlage kam es aber nicht.

Die vor allem in den Hochwassergebieten befürchteten Unwetter sind am Wochenende in NRW ausgeblieben. Zwar gab es nach Angaben der Meteorologen immer mal wieder Schauer und Gewitter, teils auch Starkregen. Zu einer Gefahrenlage kam es aber nicht.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für die erste Hälfte der Nacht von Sonntag auf Montag eine leichte Gewitterneigung vom nördlichen Niederrhein bis ins Münsterland. Am Montag wird das Wetter ähnlich wie heute: erst Sonne, später Quellwolken und einzelne Schauer oder Gewitter.

Regenfälle am Samstag im Münsterland und Ruhrgebiet

Am Samstag hatten vor allem das Münsterland und das nördliche Ruhrgebiet neue Regenfälle abbekommen. In Nottuln waren 55 Liter pro Quadratmeter gefallen, in Steinfurt 44. Die Feuerwehren berichteten von kleineren Einsätzen. Einige Keller mussten ausgepumpt werden.

Zum Vergleich: Während der Hochwasser-Katastrophe waren stellenweise Regenmengen von über 150 Litern pro Quadratmeter gefallen. Die neuen Regenfälle an diesem Wochenende waren also eher harmlos.

"Äußerste Vorsicht bei Aufräumarbeiten an Gewässern"

Die Pegelstände der Bäche und Flüsse waren bereits am Freitag nahezu auf Normalmaß zurückgegangen. Sie können wieder mehr Wasser abtransportieren. Das Landesumweltamt (LANUV) mahnt dennoch zu äußerster Vorsicht bei Aufräumarbeiten in der Nähe von Gewässern. "Engpässe in den Flüssen können durch Müll, Unrat oder Baumäste entstehen, vor allem auch an Brückenpfeilern", sagte eine Sprecherin. Aber: Wenn es an solchen Stellen zu Überschwemmungen kommen sollte, dann nur lokal.

Hochwassergeschädigten Kommunen trafen Vorsorge

Die bereits hochwassergeschädigten Kommunen hatten vor dem Wochenende in Zusammenarbeit mit dem Geologischen Dienst NRW, der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk rechtzeitig Vorsorge getroffen, Abläufe freigelegt, Brücken und Wege kontrolliert. Auf vielen Straßen liegen noch Berge von Sperrmüll.

Symbolbild: Aufräumen nach Überflutung

Vorsicht bei Aufräumarbeiten am Samstag

An der Steinbachtalsperre wurden nach Angaben der Kölner Bezirksregierung vorsorglich Pumpenkapazitäten bereitgestellt, um den Wasserstand unterhalb einer kritischen Höhe zu halten. Um ihren Damm war in der vergangenen Woche tagelang gebangt worden. Überall wurden während des gesamten Wochenendes die Aufräumarbeiten unter Einsatz zahlreicher tatkräftiger Helfer fortgesetzt.

Stand: 25.07.2021, 19:52

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