Frühlings-Frost lässt Obstbauern zittern

Birnenbaumblüten

Frühlings-Frost lässt Obstbauern zittern

  • Frost bedroht Obstblüte
  • Rheinland viertgrößtes Anbaugebiet bundesweit
  • Verheerende Ernteausfälle 2017

Der Frühling gönnt sich in den kommenden Tagen eine Pause - in der Nacht zu Freitag (12.04.2019) droht sogar Frost. Laut WDR-Wetterstudio liegen die Tiefsttemperaturen zwischen null und minus drei Grad. Für die Obstbauern im Land ein großes Problem – viele Bäume stehen schon in voller Blüte.

Obstbauern fürchten um Birnenernte

Der Frühjahrs-Frost könnte viele Bäume in Mitleidenschaft ziehen, Ernteausfälle drohen. Vor allem im Rhein-Sieg-Kreis bangt man beim Blick auf die Wettervorhersage. Dort stehen die Birnenbäume in voller Blüte. Die Apfelbäume sind dagegen meist noch nicht voll aufgeblüht. Bundesweit ist das Rheinland das viertgrößte Anbaugebiet für Baumobst.

Hohe Ausfälle wegen Frost 2017

2017 hatten nach Angaben der Landwirtschaftskammer Frostschäden an den Blüten der Apfelbäume rund 50 Prozent der Ernte gekostet. Regional gab es Ausfälle bis zu 95 Prozent. Auch damals hatten viele Bäume aufgrund milder Temperaturen im März früh geblüht. Von den 4,8 Millionen Apfelbäumen in NRW stehen 73 Prozent im Regierungsbezirk Köln - meist im Meckenheimer Raum.

Auch in den kommenden Tagen schwebt die Frostgefahr wie in Damoklesschwert über den Obstbauern. In der Nacht zu Samstag (13.04.2019) fallen die Temperaturen auf minus ein Grad am Rhein und in Ostwestfalen örtlich auf minus fünf Grad.

Stand: 11.04.2019, 11:40

Aktuelle TV-Sendungen