Gewitterfront: 20.000 Blitze über NRW

Gewitterfront: 20.000 Blitze über NRW

  • Gewitterfront zog über Teile NRWs
  • Streifen von Köln ins Ruhrgebiet besonders betroffen
  • Keine Verletzten

Bei Gewittern über NRW wurden am Mittwochabend (24.04.2019) nach Angaben des WDR-Wetterstudios zwischen 18:30 und 23:30 Uhr rund 20.000 Blitze gezählt. Die meisten davon im Münsterland und vom Ruhrgebiet bis nach Köln.

Durch Starkregen liefen viele Keller voll - die Feuerwehren hatten viele Einsätze. Besonders betroffen war ein Streifen von Köln über Düsseldorf nach Essen.

Darüber hinaus gab es Hagel von örtlich zwei bis vier Zentimetern Korngröße in Oer-Erckenschwick, Haltern am See, zwischen Reken und Dülmen und in Ahaus an der niederländischen Grenze.

Schwere Sturmböen in Düsseldorf

Außerdem war es stürmisch - in Düsseldorf wurden Böen mit einer Geschwindigkeit von fast 100 Kilometern pro Stunde gemessen. In der Landeshauptstadt musste die Feuerwehr bis 20.45 Uhr zu 26 Einsatzstellen ausrücken.

Im Stadtteil Derendorf stürzte ein größerer Baum auf ein Auto. "Am Düsseldorfer Flughafen gab es schwere Sturmböen der Windstärke 10 mit 98 Stundenkilometern", sagte ein Metereologe vom WDR-Wetterdienst.

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Überlaufende Kanäle, abgebrochene Äste

Die Kölner Feuerwehr und die Leitstelle im Rhein-Sieg-Kreis verzeichneten je zehn wetterbedingte Einsätze, die Notrufzentrale der Feuerwehr Wuppertal-Solingen sechs Einsätze. Oft ging es um überlaufende Kanäle, abgebrochene Äste und von Häusern heruntergewehte Dachteile.

Auch der Sport bekam etwas vom Wetter ab. Die Pro-League-Partie der deutschen Hockey-Frauen gegen Großbritannien in Mönchengladbach wurde wegen des Gewitters erst mit Verspätung angepfiffen.

Keine Verletzten

Es gab aber auch Orte, die verschont wurden: Zwischen Brilon und Medebach blieb es beispielsweise weitgehend trocken. Dort fielen nicht einmal 0,1 Liter Regen pro Quadratmeter. Verletzt wurde bei dem Unwetter aber niemand.

Stand: 25.04.2019, 06:46

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