Unwetter über NRW - "Land unter" in Bonn

Persoenen schütten vor einem überschwemmten Hauseingang Steine auf

Unwetter über NRW - "Land unter" in Bonn

Auf pralle Hitze folgen kräftige Gewitter. Mehrere Autobahnen standen streckenweise unter Wasser. Erst am Sonntag zieht sich diese Gewitter-Wetterlage zurück.

Eine Gewitterfront ist am Mittwochabend über Teile von NRW gezogen. Auf der A3 bei Lohmar war die Autobahn stellenweise überflutet, Bäume waren umgefallen. Auch auf der A59 kam es zu Problemen, weil Unwetter Bäume umstürzten und es stark regnete. Betroffen waren auch die Autobahnen in der Eifel und im Rheinland, dort vor allem im Großraum Bonn.

Unwetter verursacht Schäden in Bonn und Umgebung

Eine Gewitterfront ist am Mittwoch über NRW hinweggezogen. Besonders schwer hat es den Rhein-Sieg-Kreis getroffen. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und fielen auf Bahnen oder Autos.

Baum liegt auf Gleisen, Kabel der Leitung sind abgesackt

Allein im Stadtgebiet Bonn wurden am Mittwochabend über 400 unwetterbedingte Einsätze gemeldet. Beispielsweise auf der Strecke der Straßenbahnlinie 16. Hier stürzten Bäume auf die Gleise und beschädigten Hochleitungen. Die Bahn fiel für mehrere Stunden aus. Auch in Sankt Augustin waren die Gleise durch entwurzelte Bäume blockiert.

Allein im Stadtgebiet Bonn wurden am Mittwochabend über 400 unwetterbedingte Einsätze gemeldet. Beispielsweise auf der Strecke der Straßenbahnlinie 16. Hier stürzten Bäume auf die Gleise und beschädigten Hochleitungen. Die Bahn fiel für mehrere Stunden aus. Auch in Sankt Augustin waren die Gleise durch entwurzelte Bäume blockiert.

In Siegburg musste ein Großaufgebot der Feuerwehr rund 80 Fahrgäste aus einem Regionalzug holen. Die S19 nach Windeck-Au war kurz nach der Ausfahrt aus dem Siegburger Bahnhof von einem Blitzschlag lahm gelegt worden. Aufgrund der stark abschüssigen Böschung am Rande der Gleise forderte die Bahn die Feuerwehr an. Diese musste den Ausstieg mit Hilfe von Leitern sichern. Erst fünf Stunden nach dem unfreiwilligen Stopp war der Zug geräumt.

In Bonn-Wachtberg schlug ein Blitz in das Dach eines Wohnhauses ein. Die Feuerwehr musste mit einem Drehleiter-Fahrzeug anrücken.

Auch in Bonn-Kessenich war die Feuerwehr im Einsatz. Das Regenwasser rauschte wie ein großer schlammiger Bach durch die Straßen des Stadtteils. Die Anwohner versuchten, ihre Häuser vor den Fluten zu schützen.

Zahlreiche Keller wurden durch den Strom überschwemmt. Auf den Straßen blieben Schutt und Schlamm zurück.

Großeinsatz in Bonn

In Bonn mussten Feuerwehr und Polizei zum Großeinsatz ausrücken. Kurz nach 18 Uhr war ein Unwetter mit Starkregen, Sturm und Gewitter über die Stadt gezogen. "Wir haben jede Menge überflutete Keller, wir haben jede Menge umgestürzte Bäume. Im Moment ist Land unter", sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend.

Auch eine Ampel war umgestürzt, Stromkabel hingen herab. Im Stadtteil Kessenich rauschte das Regenwasser wie ein großer schlammiger Bach durch die Straßen.

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Zugstrecke gesperrt

Auch auf den Autobahnen bei Bonn hinterließ das Unwetter Spuren. Auf der A560 etwa lagen Äste und Bäume, ebenso auf der A565 besonders zwischen Bonn-Auerberg und Bonn-Beuel. An vielen Stellen stand das Wasser auf den Autobahnen, beispielsweise auf der A1 zwischen Nettersheim und Blankenheim. Probleme gab es auch bei der Bahn: Die Strecke zwischen Bonn-Beuel und Niederdollendorf wurde gesperrt.

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80 Fahrgäste aus S-Bahn geholt

Stark betroffen war auch der Rhein-Sieg-Kreis. In Siegburg musste am späten Abend ein Großaufgebot der Feuerwehr rund 80 Fahrgäste aus einem Zug der Linie S 19 holen. Er war kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof von einem Blitzschlag lahmgelegt worden. In der Region stürzten ebenfalls vielerorts Bäume um und Keller liefen voll.

Auch bei Gewitter wird es nicht wirklich kühl

Am heutigen Donnerstag ändert sich die Lage nicht. Sonne und Schauer oder Gewitter wechseln sich weiter ab. In Teilen von NRW kann es auch wieder Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen geben. In sonnigen Momenten wird es bis zu 34 Grad warm, bei kräftigen Gewittern 22 Grad.

Am Freitag schwüles Wetter

Auch am Freitag gibt es sonnige Abschnitte, aber weitere kräftige Schauer und Gewitter. Es wird den WDR-Wetterexperten zufolge "sehr schwül bei 26 bis 30 Grad". Ähnlich ist das Wetter am Samstag bei 25 bis 29 Grad. Am Sonntag ist mit Temperaturen zwischen 27 und 31 Grad zu rechnen - bei abziehender Gewitterfront.

Stand: 13.08.2020, 04:42

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