Kaum Abkühlung: Es bleibt heiß und schwül

Ein Thermometer zeigt heiße Temperaturen an, im Hintergrund die gleißende Sonne

Kaum Abkühlung: Es bleibt heiß und schwül

Nach dem heißesten Wochenende des Jahres und den Gewittern am Sonntag ist keine echte Abkühlung in Sicht. Es bleibt warm und schwül - mindestens bis Donnerstag.

Nach dem bislang heißesten Tag des Jahres am Samstag kam es am Sonntag in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zu Unwettern. Vom Nachmittag bis zum Montagmorgen gab es schwere Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel.

Stark betroffen: Sauerland und Ostwestfalen

Vom Unwetter stark betroffen waren das Sauerland und Ostwestfalen. Schwere Gewitter mit Starkregen und örtlichen Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde zogen dort übers Land.

Unwetter in Rheda-Wiedenbrück 00:33 Min. Verfügbar bis 09.08.2021

In Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh regnete es 50 Liter pro Quadratmeter. Bäume stürzten um. In Gütersloh musste ein junger Mann ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er hatte während des Unwetters unter einem Carport Schutz gesucht, als in der Nähe ein Blitz einschlug. Laut Feuerwehr Gütersloh wurde der Mann nicht direkt vom Blitz getroffen - die genaue Art seiner Verletzung ist nicht bekannt.

Unwetter über Buschhütten

WDR-User-Bild: Unwetter über Buschhütten

WDR-User schickten mehrere Bilder ein. Demnach entluden sich die Wolken unter anderem über Buschhütten im Siegerland. In Erndtebrück-Birkefehl im Kreis Siegen-Wittgenstein kam Hagel herunter. Gerhard Demmer fotografierte einen Blitz über dem Erlebniswald Historischer Tiergarten Siegen (Foto ganz oben).

Viele Einsätze im Münsterland

Im Münsterland war maßgeblich der Kreis Warendorf von den Unwettern betroffen. Hier gab es bis 20 Uhr bereits mehr als 100 Einsätze der Feuerwehr, meist wegen vollgelaufener Keller. In Münster-Wolbeck war zudem ein Blitz in ein Haus eingeschlagen und hatte den Dachstuhl in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, verletzt wurde niemand.

Am Abend musste die Feuerwehr im münsterländischen Olfen sogar das Technische Hilfswerk (THW) anfordern. An der Füchtelner Mühle, einem beliebten Ausflugsziel an der Stever, war ein Hilfstor gebrochen. Es kam zu Überschwemmungen, eine nahe Straße musste stundenlang gesperrt werden. Das THW konnte den Schaden beheben, gegen Mitternacht war der Einsatz beendet.

St. Augustin mit 38,3 Grad Celsius heißester Ort in NRW

Am Samstag waren vor allem im Südwesten Nordrhein-Westfalens hohe Temperaturen erreicht worden. Spitzenreiter war St. Augustin, wo 38,3 Grad Celsius gemessen wurden. Aber auch Grevenbroich knackte mit 38,1 Grad die 38-Grad-Marke. Auf Platz drei folgte Neuss mit 37,8 Grad Celsius.

Schwüle Tage erwartet

Zwar wird es in den kommenden Tagen nicht mehr ganz so heiß wie am Wochenende, die Temperaturen bleiben aber über den 30 Grad.

Da sich in den kommenden Tagen durch die zunehmende Feuchtigkeit auch immer wieder Quellwolken bilden und es auch zu weiteren Hitzegewittern kommen kann, stehen nicht mehr so viele Sonnenstunden ins Haus. Dafür wird es allerdings schwüler. Erst am Freitag ist eine leichte Abkühlung in Sicht.

Stand: 10.08.2020, 12:00

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