KZ-Baracke in Wewelsburg soll Museum werden

Dunkle Vergangenheit: Die Wewelsburg

KZ-Baracke in Wewelsburg soll Museum werden

  • Förderzusage von NRW-Heimatministerin
  • Fast 4.000 KZ-Häftlinge zur Nazizeit in Wewelsburg
  • Danach auch Unterbringung für Vertriebene

Das Kreismuseum Wewelsburg im Kreis Paderborn will für knapp 400.000 Euro eine ehemalige KZ-Baracke zu einer Dokumentationsstätte ausbauen. NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach hat am Montag (11.03.2019) eine entsprechende Förderzusage gegeben.

Nach dem Krieg Flüchtlingsunterkunft

Die Baracke gehörte in der Nazizeit zum Konzentrationslager Niederhagen mit fast 4.000 Häftlingen. Nach dem Krieg haben dort Flüchtlinge gelebt. Auch diese Geschichte soll aufgearbeitet werden, sagt Kirsten John-Stucke vom Kreismuseum Wewelsburg: "Wir glauben, dass das hier ein guter Ort ist, um auf die Schicksale der Insassen hinzuweisen, die ja alle durch dieses Thema Zwangsmigration zusammengehalten sind."

Schwarzweiß-Aufnahme von KZ-Häftlingen im Steinbruch.

KZ-Häftlinge bei ihrer harten Arbeit im Steinbruch

Dazu gehörten laut John-Stucke einerseits die KZ-Häftlinge, die dort hingebracht wurden, "aber eben auch die Flüchtlinge, die hier auch nicht freiwillig hingekommen sind, sondern durch Flucht und Vertreibung", so die Museumsleiterin.

Stand: 12.03.2019, 08:02