Tödlicher Unfall an Bahnübergang bei Ochtrup

Feuerwehrleute, die auf Bahngleisen neben einem Autowrack und einem Zug stehen

Tödlicher Unfall an Bahnübergang bei Ochtrup

  • Zug erfasste Auto bei Ochtrup
  • 21-jährige Autofahrerin stirbt
  • Bahnstrecke stundenlang gesperrt

An einem Bahnübergang im Kreis Steinfurt ist am Mittwochnachmittag (14.02.2018) eine 21-jährige Frau aus Ochtrup ums Leben gekommen. Sie starb beim Zusammenstoß mit einem Regionalzug der Deutschen Bahn. Das Auto wurde von dem Zug erfasst und 200 Meter mitgeschleift. Der Lokführer und zwei Unfallzeugen erlitten bei dem Unfall einen Schock.

Frau durch Sonne geblendet?

Wie die Polizei mitteilte, war der Bahnübergang zum Unfallzeitpunkt mit einer heruntergelassenen Halbschranke und einem roten Lichtsignal gesichert. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass die Autofahrerin durch die tief stehende Sonne geblendet wurde und dadurch das Warnsignal übersah. Zeugen hatten ausgesagt, dass die Autofahrerin gestern Nachmittag parallel zur Bahnstrecke unterwegs war und dann scharf nach links auf den Bahnübergang abbog. Dadurch war auch die Halbschranke kein Hindernis für sie. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Zugverkehr noch eingeschränkt

Ein Bahnübergang mit Andreaskreuz und offener Schranke, dahinter Rettungswagen und Polizeiwagen

Zum Unfallzeitpunkt war hier die Halbschranke geschlossen

Notärzte, Seelsorger und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Wegen der Bergungsarbeiten war die Bahnstrecke zwischen Ochtrup und Burgsteinfurt bis in die Nacht hinein gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Bis Freitagvormittag (16.02.2018) lief der Zugverkehr auf der Strecke von Gronau nach Münster nur eingeschränkt.

Stand: 16.02.2018, 10:57