Schließungspläne für Zuckerfabrik Warburg

Schließungspläne für Zuckerfabrik Warburg

  • Zuckermarkt erzwingt Veränderungen
  • 60 Mitarbeiter wären betroffen
  • Auswirkungen auf Landwirte

Die Zuckerfabrik in Warburg im Kreis Höxter soll nach Plänen der Südzucker AG geschlossen werden. Laut Unternehmenssprecher hat der Vorstand diese Maßnahme dem Aufsichtsrat als Teil von gravierenden Sparmaßnahmen vorgestellt. Südzucker plant umfassende Veränderungen und will die Zuckerproduktion massiv reduzieren. Grund sei der schwierige Zuckermarkt.

Qualifizierte Fachkräfte hoffen auf Lösungen

Die rund 60 Beschäftigten der Zuckerfabrik Warburg sind nach Unternehmensangaben qualifizierte Fachkräfte, die sich neben der Technik der Zuckergewinnung auch mit der Reparatur und Wartung komplexer technischer Anlagen auskennen. Noch hofft der Betriebsrat auf Lösungen, denn endgültig beschlossen ist das Werks-Aus noch nicht.

Schließung beträfe Landwirte

In Warburg werden bis zu 600.000 Tonnen Rüben jährlich verarbeitet. Diese kommen von derzeit rund 800 Landwirten aus Ostwestfalen-Lippe, der Soester Börde und Teilen von Süd-Niedersachsen und Nordhessen. Auch sie wären von der möglichen Schließung betroffen. Südzucker hat neun Standorte in Deutschland, zwei davon sollen geschlossen werden.

Ende einer Ära

Mit einer Schließung würde ein Stück Warburger Industriegeschichte enden. Die Fabrik gibt es bereits seit 1882 und gehört zu den ältesten Industrieunternehmen der Stadt.

Deswegen will Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln die Schließung verhindern. In einem Brief appelliert er an die Südzucker AG, ihre Entscheidung zu überdenken. Die Fabrik sei ein unersetzlicher Bestandteil der Warburger Börde.

Stand: 31.01.2019, 11:58

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