Hoffnung für Rübenbauern in Soester und Warburger Börde

Soester Landwirte gegen Zuckerfabrik-Schließung 02:23 Min. Verfügbar bis 05.02.2020

Hoffnung für Rübenbauern in Soester und Warburger Börde

  • Hoffnung für die Rübenbauern
  • Zuckerrüben könnten nach Hildesheim geliefert werden
  • Bauern winkt Dreijahresvertrag

Für die Rübenbauern gibt es nach der angekündigten Schließung der Warburger Zuckerfabrik jetzt wieder Hoffnung. Die Nordzucker AG mit Sitz in Braunschweig wird möglicherweise Teile der Rübenproduktion aufkaufen.

Nordzucker hat bei einer Fabrik in Hildesheim, rund 60 Kilometer von Höxter entfernt, freie Kapazitäten, bestätigt ein Unternehmenssprecher. Die Rübenbauern aus dem Kreis können sich jetzt mit ihren jeweiligen Mengen bewerben. Bis Mitte Mai will Nordzucker entscheiden, wie viele von ihnen einen Zuschlag und damit einen Dreijahresvertrag erhalten. Die Preise stimmen, sagt der Landwirtschaftliche Kreisverband, und das Unternehmen würde auch die Transportkosten übernehmen.

Südzucker AG wollte Überkapazitäten abbauen

500 Landwirte hatten im Februar (05.02.2019) gegen Pläne der Südzucker AG demonstriert, die Fabrik in Warburg zu schließen. Doch das Unternehmen hielt an seinen Plänen fest. Ein Vorstandsmitglied bezeichnete den Schritt als zwingend, man wolle Überkapazitäten abbauen.

Die meisten Rüben gehen nach Warburg

Zuckerfabrik Lage

Zuckerfabrik Lage

Die Rübenbauern sorgten sich um ihre Zukunft. Denn nach Warburg gingen bislang rund drei Viertel aller Rüben aus der Soester Börde. Weil der Zuckerpreis nach dem Wegfall der Quote dramatisch gesunken ist, ist natürlich auch der Transport zu weiter entfernt gelegenen Fabriken - etwa ins nordhessische Wabern oder ins ostwestfälische Lage - teurer.

Stand: 03.04.2019, 09:38