Tierische Kälte im Allwetterzoo Münster

Tierische Kälte im Allwetterzoo Münster

Von Petra Brönstrup

Der Winter mit frostigen Temperaturen, Eis und Schnee ist für Zoos eine große Herausforderung. Viele kältempfindliche Tiere haben Hausarrest. Andere müssen vor den Gefahren, die von Eis und Schnee ausgehen, geschützt werden. Aber es gibt auch Tiere, die den Winter in vollen Zügen genießen.

Ein zugefrorener See mit großen Felsen

Probleme bereiten im Allwetterzoo Münster die vielen zugefrorenen Wasserflächen. Im Elefantengehege zerschlagen jeden Tag Tierpfleger die Eisschicht im Badebecken, damit kein Dickhäuter auf die Idee kommt, aufs Eis zu gehen. Das würde nicht gut gehen.

Probleme bereiten im Allwetterzoo Münster die vielen zugefrorenen Wasserflächen. Im Elefantengehege zerschlagen jeden Tag Tierpfleger die Eisschicht im Badebecken, damit kein Dickhäuter auf die Idee kommt, aufs Eis zu gehen. Das würde nicht gut gehen.

Elefanten sind ohnehin nur bedingt wintertauglich. Sie frieren schnell und gehen deshalb bei Frost nur in der Mittagszeit für zwei bis drei Stunden nach draußen. Den Rest des Tages verbringen sie in der kuschelig warmen Elefantenhalle.

Auch die Giraffen verbringen im Moment die meiste Zeit im Stall. Sie würden zwar die Kälte draußen im Freigehege aushalten. Ihnen fehlt jedoch das richtige "Schuhwerk".

Denn mit diesen Hufen könnten die Giraffen bei Eis- und Schneeglätte ausrutschen und sich lebensgefährlich verletzen.

Während draußen nachts zweistellige Minusgrade erreicht werden, herrscht in den Tropenhäusern brüllende Hitze. Das schlägt sich in der Nebenkostenrechnung nieder. Der Allwetterzoo Münster zahlt für Heizung, Strom und Wasser jedes Jahr etwa eine halbe Million Euro.

Die Brillen-Pinguine brauchen keine Heizung. Sie kommen mit den frostigen Temperaturen bestens klar.

Selbst die im warmen Australien heimischen Känguruhs wagen sich hinaus, in den Schnee. Wird es ihnen zu kalt, hüpfen sie einfach in den Stall, Pfoten aufwärmen.

Die Trampeltiere sind klar im Vorteil: Im Winter schützt sie ihr dickes warmes Fell, im Sommer legen sie dieses einfach ab.

Auch die Wölfe mögen es kalt. Tierpfleger haben ihr Gehege mit einem Elektrozaun gesichert. Denn sollte der Wassergraben am Wolfsgehege zufrieren, könnten die Raubtiere über die Eisfläche Reißaus nehmen. Das will kein Mensch.

Das derzeit wohl coolste Tier unter den Zoobewohnern: der Tiger. Er soll neulich sogar auf einer zugefrorenen Wasserfläche in seinem Gehege übernachtet haben. Kälte? Für ihn ein Fremdwort.

Stand: 23.01.2019, 17:44 Uhr