Bielefelder Zoll deckt 2.000 Fälle von Schwarzarbeit auf

Geschlachtete Schweine im Schlachthof

Bielefelder Zoll deckt 2.000 Fälle von Schwarzarbeit auf

  • Schwarzarbeit auf Schlachthöfen in Ostwestfalen-Lippe
  • Sozialversicherungsbetrug über zehn Jahre
  • Mehr als sechs Millionen Euro Schaden

Der Bielefelder Zoll hat etwa 2.000 Fälle von Schwarzarbeit auf Schlachthöfen in Ostwestfalen-Lippe aufgedeckt. Das hat die Behörde am Montag (18.03.2019) mitgeteilt. "Das ist der größte Fall in der Geschichte des Hauptzollamts Bielefeld - bezogen auf Arbeitnehmer-Entsendebescheinigungen in der Fleischbranche", sagte der stellvertretende Pressesprecher Lars Dey dem WDR.

Es geht um Fälle von Sozialversicherungsbetrug aus den Jahren 2000 bis 2011. Ein deutscher Auftraggeber soll Mitarbeiter engagiert haben, die laut Bescheinigung in Polen versichert waren. Diese Betriebe in Polen gab es jedoch offenbar gar nicht.

Haft- und Geldstrafen in Deutschland und Polen

Der Deutschen Rentenversicherung Westfalen seien so mehr als sechs Millionen Euro entgangen. Inzwischen seien Verantwortliche in Deutschland und Polen zu Haft- und hohen Geldstrafen verurteilt worden, teilte das Bielefelder Hauptzollamt mit.

Mehr noch: "Die zuständigen Finanzämter führen eigene Ermittlungen gegen die beteiligten Verantwortlichen durch und leiteten gesonderte Strafverfahren ein", teilte der Bielefelder Zoll mit.

Stand: 19.03.2019, 06:15

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

  • 1 Helmut Klein 19.03.2019, 18:06 Uhr

    2000 Fälle von Schwarzarbeit in 11 Jahren! Das sind 132 Monate. Das sind gerade mal 15 Fälle pro Monat, mit 21 Arbeitstagen Das sind 0,7 Fälle (Fall) pro Arbeitstag. Bitte??? Pro Arbeitstag mit wie vielen Mitarbeitern nicht einmal einen Fall von Schwarzarbeit aufgedeckt! Das ist doch eher eine Nagativbilanz! Stellt sich noch die Frage, wie viele der ermittelten Fälle werden davon verurteilt? Effektivität einer Behörde stelle ich mir anders vor.

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