Münsterland-Städte bewerben sich um Ausländerbehörde

Flüchtlinge mit Gepäck vor Aufnahmestelle

Münsterland-Städte bewerben sich um Ausländerbehörde

  • Land sucht Ersatz-Standort nach Aus in Münster
  • In Rheine gibt es geeignete Gebäude
  • Auch Coesfeld hat Interesse

Die Stadt Rheine bewirbt sich um die Ansiedlung einer Zentralen Ausländerbehörde. Bürgermeister Peter Lüttmann begründete diesen Schritt am Dienstag (13.02.2018) damit, dass Rheine über eine ausreichende Anzahl an Gebäuden und Grundstücken verfüge, die man für eine Ausländerbehörde zur Verfügung stellen könnte. Als Beispiel nannte er die ehemalige Polizeistation in Rheine.

Auch andere Städte sind im Gespräch

Auch Coesfeld, Wettringen und Gronau haben Interesse an der Ansiedelung einer Zentralen Ausländerbehörde angemeldet. Der Kreis Steinfurt schlägt Lengerich vor. Und auch die Stadt Ahlen prüft aktuell eine Bewerbung. Die Kreisverwaltung Warendorf hat hingegen mitgeteilt, sich an der öffentlichen Diskussion nicht zu beteiligen.

Behörde soll auch Rückführungen organisieren

Nachdem der Rat in Münster die Ansiedlung abgelehnt hatte, sucht das NRW-Flüchtlingsministerium nun einen Ersatz-Standort im Regierungsbezirk Münster. Die Zentrale Ausländerbehörde soll unter anderem die Rückführung von abgewiesenen Asylbewerbern in ihre Heimatländern organisieren.

Stand: 13.02.2018, 20:00