Atommüllager Würgassen: Mahnwache vor Probebohrungen

Mahnwache begleiten den Start der Probebohrungen für Atommüll-Zwischenlager Würgassen

Atommüllager Würgassen: Mahnwache vor Probebohrungen

  • Mahnwache mit rund 50 Atomkraftgegnern
  • Hochwasserrisiko und Boden auf dem Prüfstand
  • Atommüll-Zwischenlager für 2027 geplant

Etwa 50 Teilnehmer einer Mahnwache demonstrierten in Beverungen-Würgassen am Montagvormittag (18.05.2020) vor Beginn der Erkundungsarbeiten für den Bau des Zwischenlagers für Atommüll. Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen soll ab 2027 kontaminiertes Material aus ganz Deutschland deponiert werden.

Erkundungsarbeiten für Baugrund-Gutachten

Das ehemalige Atomkraftwerk Beverungen-Würgassen

Die Probebohrungen der bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung sind ein erster Schritt für weitere Planungsarbeiten und künftige Genehmigungsverfahren. Es geht um die Bodenbeschaffenheit für die riesige Zwischenlager-Halle.

Bis zu 10 Meter tiefe Bohrungen

Die Daten liefern unter anderem die Grundlage dafür, wie stark die Fundamente für die Anlage sein müssen. Eine mobile Baumaschine bohrt auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks und dem Bahndamm rund 130 bis zu 10 Meter tief. Die Probebohrungen sollen drei Wochen dauern.

Wohin mit AKW-Schutt?

WDR 5 Politikum - Wiedervorlage 25.02.2020 03:13 Min. Verfügbar bis 24.02.2021 WDR 5 Von Clemens Hoffmann

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Zwischenlager trotz Widerstand

Bürgerinitiativen halten den Standort für ungeeignet. Er liegt neben einem Wohngebiet. Außerdem bestehe auf dem Gelände Hochwassergefahr. Die Pläne sehen vor, in dem sogenannten Logistikzentrum jährlich 10.000 Tonnen mit radioaktiven Abfällen aus 35 deutschen Zwischenlagern zu sortieren und dann zum Endlager Konrad zu transportieren.

Stand: 18.05.2020, 13:18