Abriss des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen geht in Endphase

Das ehemalige Kernkraftwerk Würgassen

Abriss des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen geht in Endphase

Im ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen in Beverungen startet gerade der vorletzte Schritt des Rückbaus. Das Abbruchmaterial wird für eine Endlagerung verpackt.

Etwa 3.000 gelbe Fässer mit schwach bis mittel radioaktivem Müll müssen in große Endlager-Container aus Stahl gehievt und zum Teil mit Beton ausgegossen werden, erklärt Markus Wentzke von Preussen Elektra. Die Container mit dem Atomabfall werden anschließend in ein Zwischenlager gebracht. Danach können der Reaktorturm und das Maschinenhaus abgerissen werden. Das Kernkraftwerk in Würgassen im Länderdreieck von NRW, Niedersachsen und Hessen wurde 1994 abgeschaltet.

Resolutionen gegen Atommüll-Zwischenlager

Um zu verhindern, dass auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks ein Atommüll-Zwischenlager wird, hatten - ergänzend zum wachsenden Protest von Anliegern - regionale Bundestagsabgeordnete Resolutionen beim Bundesumweltministerium eingereicht. Die Kommunen im Dreiländereck an der Weser halten das Lager für nicht notwendig und den Standort für falsch gewählt. Zudem fordern sie, das die Auswahlentscheidung für Würgassen transparent gemacht wird.

Nach Angaben der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) sollen in Würgassen schwach- und mittelradioaktive Abfälle gesammelt und sortiert und anschließend in das im Bau befindliche Endlager Konrad nach Salzgitter gebracht werden. Sie stammen aus Betrieb, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken sowie aus den Bereichen Medizin, Forschung und Gewerbe.

Stand: 29.10.2020, 13:38