Keine Virus-Mutation im Krankenhaus Lübbecke gefunden

Das Corona-Virus wird unter die Lupe genommen

Keine Virus-Mutation im Krankenhaus Lübbecke gefunden

Das Labor der Charité in Berlin hat in Proben aus dem Krankenhaus Lübbecke keine Spuren der neuartigen SARS-CoV2-Variante gefunden. Das teilten die Mühlenkreiskliniken am Donnerstagnachmittag mit.

Nach einem Corona-Ausbruch waren 12 Proben an die Charité geschickt und sequenziert worden. Sieben Beschäftigte und 16 Patienten waren vor etwa zwei Wochen positiv getestet worden - alle auf einer Station des Lübbecker Krankenhauses. Die Mühlenkreiskliniken suchen nun weiter die Ursache für den Corona-Ausbruch, dazu wurden Mitarbeiter befragt, die Raumlufttechnik und auch Masken untersucht.

Station wurde geschlossen

Man habe die Ausbreitung im Krankenhaus erfolgreich stoppen können. Man habe die betroffene Station geschlossen und die anderen streng voneinander abgeschirmt, sagte ein Sprecher der Klinik. Das habe Wirkung gezeigt: In den umliegenden Stationen habe man nach dem Ausbruch flächendeckende Corona-Tests durchgeführt, dort habe es keine Auffälligkeiten gegeben.

Ungewöhnlich rasche Verbreitung des Virus

Der Ausbruch war aufgefallen, weil einige Mitarbeiter leichte Symptome gehabt hatten. Sicherheitshalber wurden Tests auch noch einmal im gesamten Krankenhaus durchgeführt. Weil sich das Virus auf der Station offenbar sehr schnell verbreitet hat, sind die positiven Corona-Tests zur Untersuchung in die Charité in Berlin geschickt worden.

Strengere Vorsichtsmaßnahmen

Für das Lübbecker Krankenhaus ist es der zweite große Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Die Klinik überlegt nun, die Sicherheitsmaßnahmen noch weiter zu verschärfen und auch in Drei- und Vierbettzimmern nur noch eine Person unterzubringen. Bislang dürfen dort zwei Patientinnen oder Patienten liegen.

Stand: 21.01.2021, 17:24