Wolfsterritorium bei Burbach und Neunkirchen

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Wolfsterritorium bei Burbach und Neunkirchen

  • Zweiter Wolfsnachweis am Stegskopf
  • 200 Quadratkilometer Wolfsterritorium
  • In Nachbarschaft zu Burbach und Neunkirchen

Der ehemalige Truppenübungsplatz am Stegskopf bei Burbach im Siegerland ist offiziell Wolfsterritorium. Das hat das Umweltministerium Rheinland-Pfalz am Mittwoch (03.04.2019) mitgeteilt, nachdem zum zweiten Mal sicher eine Wölfin dort nachgewiesen werden konnte.

Acht Kilometer-Radius für Wölfin

Mit dem erneuten Nachweis ist klar: Seit mindestens sechs Monaten lebt auf dem abgesperrten Gelände eine Wölfin, die ursprünglich aus einem Rudel in Niedersachsen stammt. Außerdem stehe fest, dass es sich bei der Wölfin nicht um die im Februar auf der A45 überfahrene Fähe handelt.

Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, dass die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf den Stegskopf als offizielles Wolfsterritorium führt. Von einem Punkt auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz soll ein Radius von acht Kilometern gezogen werden.

NRW-Ministerium bereitet Pufferzone vor

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Wölfe wandern oft weite Strecken

Laut dem Umweltministerium in Rheinland-Pfalz wird so die durchschnittliche Territoriumsgröße von Wölfen – etwa 200 Quadratkilometer – erreicht. Das Land hatte zuvor den Westerwald bereits als Präventionsgebiet ausgewiesen. In so einem Gebiet können sich landwirtschaftliche Wildhalter die Kosten für wolfssichere Zäune vom Land fördern lassen.

Auch das Umweltministerium in NRW prüft Schutzmaßnahmen vor Wölfen. Besonders die Gemeinden Burbach und Neunkirchen wären davon betroffen. In einer möglichen Pufferzone könnten Weidetierhalter Zuschüsse bekommen, wenn sie zum Beispiel Elektrozäune aufstellen oder Schutzhunde anschaffen.

Wölfe in NRW - (K)ein Grund zur Panik?

WDR RheinBlick 05.04.2019 26:24 Min. Verfügbar bis 05.04.2020 WDR Online

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Stand: 03.04.2019, 18:30