Wolfsgebiet: Mehr Schäfer bekommen Geld für Zäune

Der Wolf ist wieder heimisch in NRW. Seit Anfang Oktober ist der Kreis Wesel offiziell ein Wolfsgebiet

Wolfsgebiet: Mehr Schäfer bekommen Geld für Zäune

  • NRW weist neue "Pufferzone" aus
  • Schäfer können Fördergeld beantagen
  • Grund: Sesshafte Wölfin im Grenzgebiet

In Südwestfalen können ab sofort mehr Weidetierhalter Förderung für den Schutz ihrer Herden beantragen. Die NRW-Landesregierung teilte am Sonntag (07.04.2019) mit, dass eine neue "Pufferzone" für ein Wolfsgebiet ausgewiesen wurde: Diese umfasst die Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe, den Rhein-Sieg-Kreis sowie den Oberbergischen Kreis.

Neues Wolfsgebiet im Nachbarland

Der Grund für die neue Pufferzone ist die Ausweisung eines neuen Wolfsgebiets in Rheinland-Pfalz: Am "Stegskopf", einem Truppenübungsplatz bei Burbach und Neuenkirchen, hat sich nahe der Grenze zu NRW eine Wölfin niedergelassen. Zwar sei es eher unwahrscheinlich, dass die Wölfin auch in NRW auf Jagd geht, teilte das NRW-Umweltministerium mit. Ganz ausschließen könne man das aber nicht.

Wölfe – schützen oder schießen? die story 30.01.2019 43:45 Min. UT Verfügbar bis 30.01.2020 WDR Von Herbert Ostwald

Schäfer sollen Elektrozäune kaufen

Es handelt sich um die mittlerweile dritte Pufferzone in NRW. Die beiden anderen umschließen die landeseigenen Wolfsgebiete "Schermbeck" und "Senne". In diesen Bereichen erhalten Schäfer und andere Weidetierhalter umfassende Förderung für den Kauf von Elektrozäunen.

Stand: 07.04.2019, 15:51