Kurzes Winter-Intermezzo in NRW

Archivbild: Spuren in einer dünnen Schneeschicht

Kurzes Winter-Intermezzo in NRW

  • Erstes Schneefallgebiet zieht durch NRW
  • 90 Glätteunfälle in Ostwestfalen-Lippe
  • Schneekanonen in Winterberg laufen

Von Belgien aus ist am Sonntagmorgen (16.12.2018) ein erstes Schneefallgebiet Richtung Osten durch NRW gezogen und hat dabei örtlich Straßenglätte mit sich gebracht.

"Die Böden werden nur langsam warm, daher bleibt der Schnee zunächst verbreitet liegen, taut aber im Laufe des Tages vom Rheinland her mehr und mehr an. Auf gefrorenen Böden ist sogar vorübergehend Glatteis möglich", sagte der WDR-Wetterexperte Stefan Laps.

Autobahn 61 gesperrt

Der kurzzeitige Wintereinbruch sorgte für Unfälle und Staus. Auf der A61 zwischen Bergheim und Bedburg stand in Fahrtrichtung Mönchengladbach am Sonntagmorgen ein Lkw quer. Die Autobahn war über Stunden gesperrt. In Ostwestfalen-Lippe kam es zu fast 90 glättebedingten Uunfällen, meist blieb es bei Blechschäden. Die meisten Unfälle passierten in der Bielefelder Innenstadt.
Im Kreis Steinfurt meldete die Polizei sieben Glätteunfälle mit insgesamt drei Verletzten: In Schale kam zum Beispiel eine 23-Jährige mit ihrem Auto von der glatten Fahrbahn ab. Sie prallte gegen einen Baum und wurde schwer verletzt.

Start der Wintersportsaison

15.12.2018, Nordrhein-Westfalen, Winterberg: Skifahrer sitzen auf einem Sessellift im Skigebiet Winterberg

Skilift in Winterberg

In Winterberg hat derweil die Wintersportsaison begonnen. Seit Freitag (14.12.2018) sind alle Beschneiungsanlagen in den Skigebieten im Einsatz. Auf dem Kahlen Asten lagen am Samstagmorgen schon zehn Zentimeter Naturschnee. Die ersten fünf Skilifte in Winterberg waren bereits am Samstag geöffnet. Auch im Skigebiet Ruhrquelle können Wintersportler bereits auf die Piste.

Wunderschön! Das Sauerland im Winter Wunderschön! 16.12.2018 43:24 Min. Verfügbar bis 16.12.2019 WDR

Trüber Wochenstart

Die Woche startet am Montag (17.12.2018) wieder trüb und grau mit Regen. Glatte Straßen sind bei Temperaturen von drei bis vier Grad nicht zu erwarten. Schnee bleibt vorerst nur im Rothaargebirge und auf dem Kahlen Asten liegen. Die Chancen auf weiße Weihnachten in den niedrigeren Lagen stehen nach Meinung der Wetterexperten eher schlecht.

Stand: 16.12.2018, 15:30