Skigebiete: Willingen öffnet, Winterberg darf nicht

Skiliftkarussel Winterberg

Skigebiete: Willingen öffnet, Winterberg darf nicht

Die Winterberger Skiliftbetreiber sind enttäuscht: Das nur 30 Kilometer entfernte Willingen darf ab Montag die Lifte öffnen, im Hochsauerland bleibt alles dicht.

"Winterberg gehört zur Wintersportarena genau wie Willingen. Die Wintersportarena vermarktet sich auch gemeinsam. Wir sind sozusagen ein Wirtschaftsunternehmen, werden aber unterschiedlich behandelt, obwohl wir nur 30 Kilometer auseinanderliegen – unverständlich." So reagiert Christoph Klante vom Winterberger Skikarussell auf die neuen Corona-Verordnungen.

In Hessen gelten andere Regeln

Skigebiet auf dem Ettelsberg bei Willingen

Skigebiet auf dem Ettelsberg bei Willingen

Nur wenige Kilometer auseinander, aber eine entscheidende Landesgrenze, die beide Skigebiete voneinander trennt. In Hessen darf nach dem neuen Vier-Stufen-Plan der Breitensport ab Montag wieder beginnen. Willingen startet somit in eine verspätete Saison unter strengen Hygieneauflagen und mit Vorabbuchung im Internet.

Die Winterberger Liftbetreiber können dieses Vorgehen nicht verstehen. Zumal sie ein Hygienekonzept bereits im Dezember vorgelegt haben.

Winterberg steht bereit. Laut Klante können sofort 10 Pisten in Betrieb gehen. In den Skigebieten wartet ein Team von festen Mitarbeitern nur darauf, dass es losgeht.

Viel Schnee produziert, Hoffnung auf Öffnung

Nico Walter aus Hagen

Nico Walter aus Hagen fährt auch ohne Liftbetrieb Snowboard in Winterberg.

"Wir können noch vier Wochen Wintersport anbieten, bis zu den Osterferien", erklärt Klante weiter. Nachts wird es in der Region bis zu minus 6 Grad kalt, genügend Schnee wurde vorproduziert.

Die Winterberger hoffen jetzt, dass es länderübergreifend eine gemeinsame Lösung gibt und in der Astenregion - genau wie in Willingen - die Lifte noch öffnen können, auch wenn mit dem ganz großen Ansturm nicht mehr zu rechnen ist.

Stand: 07.03.2021, 16:55