Verhungertes Kind: Revision abgewiesen

Die angeklagte Mutter sitzt mit Perücke neben ihrem Anwalt

Verhungertes Kind: Revision abgewiesen

Eine Mutter aus dem Raum Winterberg muss für dreieinhalb Jahre in Haft, weil sie ihren Sohn verhungern ließ. Der Bundesgerichtshof hat ihre Revision abgewiesen.

Der BGH hat die Revision gegen das Urteil des Arnsberger Landgerichts als unbegründet verworfen. Bereits im Juni 2018 hatte das Landgericht die Frau zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt – wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Körperverletzung durch Unterlassen.

Die zehnfache Mutter hatte ihrem zweijährigen Sohn und ihrer damals jüngsten Tochter nicht genug zu essen und zu trinken gegeben. Nur das Mädchen konnten die Ärzte retten.

Wegen des Todes des kleinen Jungen steht noch ein weiteres Berufungsverfahren am Landgericht Arnsberg aus: Das Amtsgericht Medebach hatte eine Jugendamtsmitarbeiterin zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Sie hatte die Familie betreut.

Stand: 26.02.2019, 20:00

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