Gericht stoppt Windräder in Freudenberg

Windräder Symbol

Gericht stoppt Windräder in Freudenberg

  • Oberverwaltungsgericht verlangt genauere Angaben
  • Erst 2018 in Betrieb gegangen
  • Weitere Untersuchungen zum Aufkommen des Rotmilans gewünscht

Die im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen drei Windräder auf dem Knippen in Freudenberg dürfen vorerst nicht weiter betrieben werden. Nach Angaben des Kreises Siegen-Wittgenstein von Freitag (20.09.2019) hat das Oberverwaltungsgericht NRW vorläufig so entschieden.

Stören die Windräder den Rotmilan?

Rotmilan

Ein Rotmilan

Hintergrund ist das Fehlen von Gutachten. Nach einer vorherigen Gerichtsentscheidung sollten Untersuchungen zum Vorkommen des Rotmilans in einem größeren Gebiet rund um die Windräder nachgereicht werden. Die wurden auch erstellt und die Windräder in Betrieb genommen.

Jetzt bemängelt das OVG, dass sich die Untersuchungen auf einen größeren Zeitraum hätten beziehen müssen, wie es ein Leitfaden vorsehen würde. Nach Angaben des Kreises Siegen-Wittgenstein war das aber nicht möglich, weil diese Vorgaben noch nicht veröffentlich gewesen seien. Das Gericht sieht das anders.

Unterlagen sollen nachgereicht werden

Die jetzt geforderten weiteren Angaben will der Betreiber der Windräder nun vorlegen, um dann die Windräder wieder in Betrieb nehmen zu können.

Schon die Bauphase der Windräder in Freudenberg war geprägt von Baustopps. Die Richter hatten unter anderem Beschwerden von Anwohnern und einer Naturschutzinitiative für berechtigt gesehen.

Stand: 20.09.2019, 18:25